Der Erzbischof von Chicago wird ermordet aufgefunden. Hauptverdächtiger ist dessen 19-jähriger Ministrant Aaron Stampler.
Aus Prestigegründen übernimmt Star-Verteidiger Martin Vail den spektakulären Fall und setzt sich sofort medienwirksam als Einzelkämpfer gegen die Macht der Vorverurteilung in Szene.
Anfangs ist er weniger am Schicksal des Häftlings, sondern nur an seiner eigenen Karriere interessiert. Doch schon bald wird Vail zusehends in den Bann des charismatischen Angeklagten gezogen, der für so manche Überraschung sorgt.
Dramaturgisch höchst effektiv in Szene gesetzt, ist diese bissige Kritik am amerikanischen Justizsystem ganz auf ihren Star Richard Gere zugeschnitten, der hier als aalglatter Anwalt einen der beeindruckendsten Auftritte seiner Karriere hat.
Nicht minder überzeugend ist der junge Edward Norton mit seiner ersten Glanzleistung. Die Mimik des Debütanten wechselt übergangslos von der eines unschuldigen Kindes zu der eines psychopathischen Killers. Ein schnörkelloser Krimi mit effektivem und unvorhersehbarem Spannungsbogen.
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