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In der witzigen wie anrührenden Familienkomödie des Genre-Spezialisten Karey Kirkpatrick zeigt sich Eddie Murphy als "Daddy ohne Plan" endlich wieder in Topform.
Fast hätte man meinen können, Eddie Murphy, der legendäre "Glücksritter" und "Beverly Hills Cop", der "verrückte Professor" und Tiersprachen sprechende "Dr. Dolittle" hätte seinen komödiantischen Zenit nach kleineren ("Norbit") und größeren Flops ("Mensch, Dave!") inzwischen überschritten. Doch nun meldet sich die Quasselstrippe vom Dienst zurück. In der munteren Familien-Komödie des Genre-erfahrenen Autors und Regisseurs Karey Kirkpatrick darf Murphy wieder Kind sein, wenn auch anfangs eher gezwungenermaßen.
Denn als gestresster Investmentbanker Evan Danielson ist er gar nicht erfreut, dass ihm seine Ex die gemeinsame Tochter Olivia (zum Knuddeln: Yara Shahidi) für eine Woche aufs Auge drückt. Muss er doch gerade gegen Johnny Whitefeather (Thomas Haden Church brilliert als esoterischer Börsen-Guru) und dessen innovative "indianische" Methoden seine Pfründe verteidigen. Doch dann entpuppt sich ausgerechnet ein Spleen von Olivia als Rettung für Daddys berufliche Probleme. Das Töchterchen kann nämlich mittels einer magischen Decke namens "Goo Gaa" Kontakt zu unsichtbaren Prinzessinnen aufnehmen. Und die besitzen erstaunlich detaillierte Kenntnisse über die Welt der Börsen, Konzerne und Aktienkurse.
Natürlich ist diese "Goo Gaa" lediglich Mittel zum Zweck, Symbol und Ausdruck der Entfremdung, die zwischen Vater und Tochter stattgefunden hat. Während der Erwachsene seine familiären Sorgen unter einem Berg von Arbeit vergräbt, verkriecht sich die unverstandene, vernachlässigte Kleine unter ihrer Kuscheldecke.
Ähnlich wie zuletzt beim Dwayne-Johnson-Vehikel "Daddy ohne Plan" macht es auch in "Zuhause ist der Zauber los" großen Spaß, dem hoffnungslos überforderten Vater bei seinen Alleinerziehungsversuchen zuzugucken. Murphy meistert diese Gratwanderung zwischen knallhartem Business Man und warmherzigen Familienmenschen ganz hervorragend und spielt gerade in den Sequenzen, wo er sich in Olivias Traumwelt zum Affen machen muss, sein komisches Talent voll aus. Kirkpatrick, sowohl als Drehbuchautor ("Chicken Run", "Die Geheimnisse der Spiderwicks") als auch als Regisseur ("Ab durch die Hecke") ein Garant für massenkompatible Stoffe, findet genau die richtige Mischung aus leisen und lauten Tönen. Da werden zum einen ange- bzw. ver-brannte Pfannkuchen nach Lust und Laune mit Senf, Ketchup und Schokoladensauce beschmiert und Daddys heilige Unterlagen mit Buntstiften und Glitzerklebstoff "verschönert". Dann wiederum schleicht sich der (noch nicht geläuterte) Evan wie ein Dieb nachts ins Haus seiner Tochter, um ihr die Decke (und damit die vermeintlichen wichtigen Investment-Insider-Infos) zu klauen, was mindestens ebenso viele Emotionen freisetzt wie die Schlussszene, wenn Murphy als König (aus Olivias Fantasiewelt) verkleidet zu den Klängen des Beatles-Klassikers "All You Need Is Love" zur Schulaufführung seiner Tochter erscheint. Da kullern hemmungslos die Tränen, es werden aber auch Erinnerungen wach an den legendären "Prinzen von Zamunda", einem weiteren Komödien-Highlight, für das Murphy Ende der 1980er gemeinsam mit John Landis sorgte. lasso.
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