Die 60-jährige Ayshe (Rüchan Caliskur) lebt in einem anatolischen Dorf bei dem zehnjährigen Mehmet (Ridvan Yagci) und dessen Familie. Als ihre ältere Schwester stirbt und ein Fremder auftaucht, kommt ihre wahre Identität ans Licht:
Ayshe heißt eigentlich Eleni und wurde vor 50 Jahren als Tochter orthodoxer, in der Türkei lebender Griechen auf einem Deportationsmarsch von ihren Eltern getrennt. Dabei hat sie auch ihren jüngeren Bruder im Stich gelassen. Von Einsamkeit und schlechtem Gewissen geplagt, will sie sich jetzt in Griechenland auf die Suche nach ihm machen.
Die politisch engagierte Filmemacherin Yesim Ustaoglu, die 1999 mit "Reise zur Sonne" bei der Berlinale den "Blauen Engel" für den Besten Europäischen Film gewann, inszenierte mit ihrem neuen Werk einen sehr viel versöhnlicheren Film über ein Tabuthema der jüngeren türkischen Geschichte. Mit minimalistischem Stil wirft Ustaoglu Licht auf ein düsteres Thema.
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