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Wer ist ein Held? Dem Schicksal von Männern, die der Sinnlosigkeit eines Krieges ausgeliefert sind, bei dem es am Ende keine Gewinner, sondern nur Verlierer gibt, nimmt sich dieses beeindruckende Epos in einer radikalen Form an.
Der Film spricht mit der Stimme dieser Männer, die in den Krieg zogen, und seines Regisseurs Randall Wallace, der mit seinen Drehbüchern zu "Braveheart" und "Pearl Harbor" schon andere Helden feierlich würdigte. Die zweite Regiearbeit des Hollywoodhistorikers ("Der Mann in der eisernen Maske") basiert auf den Erinnerungen von Lieutenant General Harold Moore und Reporter Joseph Galloway an 34 Tage, die 1965 nicht nur ihre Welt erschütterten.
Erinnerungen an die erste große, brutale Feldschlacht des Vietnamkriegs, in der 400 Amerikaner auf eine Übermacht von 2000 Nordvietnamesen stießen. Wuchtig und mit einem sehr guten Darstellerensemble inszeniert, erzählt das zweieinhalbstündige Actionepos den Ablauf der Schlacht schonungslos nach. Es komprimiert den Schrecken auf drei Tage, in denen der Tod schockierend, abrupt oder quälend, aber immer nachwirkend zuschlägt.
Luft zum Atmen bleibt nur zu Beginn: Moore (Sympathiefigur: Mel Gibson) und sein stoischer Sergeant (Sam Elliott) versuchen in der Heimat junge, unerfahrene Soldaten auf die Realität des Kriegs vorzubereiten. Diese wird dann jedoch von der Wirklichkeit um ein Vielfaches übertroffen.
Zu sehen sind Bilder von Familien, von Kindern, von Naivität und nüchternem Realismus, den Moore mit "Männer werden sterben" beim Drill zusammenfasst. In der Nacht vor dem Abschied, wenn Moore seine Kinder ins Bett bringt und seine Frau (Madeleine Stowe) mit den Tränen ringt, gelingen bewegende Szenen schlichter Sprachlosigkeit.
Dann setzt uns der Film in Vietnam ab und Moores kleiner Haufen landet auf feindlichem, unbekanntem Gelände, um einen Hügel an der Grenze zu Kambodscha zu nehmen. Es ist ein sinnloser, blutgetränkter Einsatz zu Beginn eines unmoralischen Kriegs, der hier nicht diskutiert wird.
Die Perspektive ist authentisch, ist die von Soldaten, die nicht fragen dürfen, aber im Kampf antworten müssen. Wir sehen das Sterben, die Dummheit von Draufgängern, die Angst vor dem Tod und den Willen zum Überleben. Obwohl nur Nebendarsteller, bleibt der Gegner nicht gesichtslos, behält seine Würde und bringt am Ende die größten Opfer.
Nicht Nordvietnam ist das Feindbild dieses intensiven und diskussionswürdigen Dramas, sondern der Krieg und die Verantwortlichen in seinem Schatten, die Leben gedanken- und skrupellos verheizen, als hätte es eine zweite Chance.
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