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Drama, das sich anfangs schwer tut, seinen roten Faden zu finden, aber überzeugend die Schwierigkeiten junger, armer Mütter in der Anonymität der Großstadt aufzeigt.
Eigentlich sollte es für Carla der Start in ein besseres Leben werden. Doch wie so oft kommen die Dinge anders und als sie in den Zug nach Lyon steigt, um dort eine renommierte Modeschule zu besuchen, fällt sie einem Trickbetrüger zum Opfer. Ohne Geld, Papiere und Koffer treibt sie durch Berlin und trifft schließlich Rico, der sie nicht ganz uneigennützig bei sich übernachten lässt und ihr einen Job anbietet. Am nächsten morgen hilft Carla nicht nur beim Umbau eines Hausbootes in eine Kneipe, sondern ist auch von Rico schwanger, was sie allerdings erst später feststellt. Von Rico inzwischen mit der obligatorischen kalten Schulter geächtet, ist das Straßenmädchen Lucie, die ebenfalls beim Bau der schwimmenden Bar hilft, ihre einzige Bezugsperson. Nach einiger Zeit dämmert es auch Carla, dass sich in ihrem Bauch ein weiteres Leben regt. Allerdings passt dies nicht in ihre Zukunftspläne. Lucie bringt sie auf eine etwas absurde Idee: Man könnte der Umwelt vorgaukeln, dass Lucie schwanger und somit, nachdem sich Carla nach Lyon abgesetzt hätte, die offizielle Mutter wäre.
Regisseurin Julia von Heinz gibt mit "Was am Ende zählt" ihr Kinodebüt, in dem sie die Geschichte ihres Kurzfilms "Lucie & Vera" erneut aufgreift und sich gleich mehreren schweren Themen, inklusive Armut, dem Leben auf der Straße, Drogenmissbrauch und Teenagerschwangerschaften widmet. Hier wäre weniger mehr gewesen. So weiß der Film vor allem in der zweiten Hälfte, in der er sich zusehends auf die Probleme der jungen Mütter konzentriert, zu fesseln. Gerade da zeigt sich auch die Stärke der beiden Hauptdarstellerinnen, die weitgehend erfolgreich gegen die künstlich-naiven Dialoge des Drehbuchs anspielen. Etwas arg Klischee beladenen sind dagegen die Männerrollen ausgefallen. Zu Aktionen jenseits des Faulenzens, Keifens und Testosteronablassens scheinen sie nicht fähig zu sein. Sie wurden geboren, um den Frauen das Leben schwer zu machen. Angenehm unaufdringlich ist die zart angedeutete Liebe von Lucie zu Carla inszeniert. Und so empfiehlt sich der Film letztlich einem deutschen Arthouse-Publikum, das auf der Suche nach einer ehrlicheren, weniger gekünstelt frechen Alternative zum derzeitigen Indie-Hit "Juno" ist. mahe.
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