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Nachdem sich die Jugendgangs gerade geschlossen aus den Kinos verabschiedet haben - die "Wilden Kerle" nach dem fünften Teil schon im letzten Jahr und die "Wilden Hühner" gerade eben mit dem dritten Teil - ist es Zeit für eine Bande, die die Leinwand bisher so noch nicht gesehen hat - die "Vorstadtkrokodile".
Und die haben, man glaubt es kaum, schon über 30 Jahre auf dem Buckel. Basiert der aktuelle Film doch auf dem gleichnamigen Jugendbuchbestseller von Max von der Grün, der 1977 erstmals veröffentlicht und seitdem stolze 800.000 Mal verkauft wurde. Und wie es sich für ein ordentliches Gang Movie gehört, beginnt Christian Ditters Action-Abenteuer gleich mit einer lebensgefährlichen Mutprobe: Um Mitglied bei den Vorstadtkrokodilen zu werden, soll der zehnjährige Hannes (Nick Romeo Reimann, der Nerv aus "DWK 3 bis 5") nämlich die rostige Leiter eines schwindelerregend hohen Fabrikgebäudes erklimmen.
Doch das Unterfangen misslingt gründlich. Nur der Geistesgegenwart von Kai (Fabian Halbig, Schlagzeuger der Killerpilze) ist es zu verdanken, dass Hannes von der Feuerwehr gerade noch gerettet wird. Am Ende des Tages ist Hannes trotzdem Mitglied der "coolsten Bande der Welt", nur Kai immer noch nicht, denn der sitzt im Rollstuhl, und ein "Spasti" - wie er verächtlich genannt wird - hat bei den "Krokodilen" nichts verloren. Diese Einstellung ändert sich allerdings, als die Gang einen gemeinen Einbruch aufklären will und dabei dringend auf Kais Know-How angewiesen ist ...
Dieser Film ist wahrlich nichts für Weicheier, denn "Vorstadtkrokodile" hat alles, was ein spannungsgeladenes Jugendabenteuer braucht: abgefackelte Baumhäuser und rasante Stuntshow mit dem Turbo-Rolli, eine finale Mega-Sprengung und Riesenärger mit drei wirklich fiesen Proleten.
Dazu erfährt man ganz unaufgeregt wie Rollstuhlfahrer eigentlich pinkeln, dass "Keinohrhase" Nora Tschirner auch als alleinerziehende Mutter eine gute Figur macht und Smudo von den Fantastischen Vier ihr als Vater von Kai in nichts nachsteht.
Am Schluss gibt's als Kürprogramm eine richtig tolle "Rififi"-Nummer voll technischer Finessen, bei der das Halbstarken-Trio endlich seiner gerechten Strafe zugeführt wird.
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