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U-571 Filmkritik

U-571 Filmkritik

Film
U-571
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2008-05-12 17:04:49
Bewertung
3/5 3 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Das US-amerikanische Boxoffice ist nunmehr in der dritten Woche fest in militärischer Hand, wobei das Armee-Gerichtssaaldrama "Rules of Engagement" durch den im Zweiten Weltkrieg angesiedelten U-Boot-Thriller "U-571" von der Spitzenposition abgelöst wurde. Mit einem kommerziellen Tiefgang von 19,6 Mio. Dollar wurde der drittbeste Aprilstart überhaupt erzielt und die Startwochenend-Einspielergebnisse von den ebenfalls submarinen Suspenseactionern "Jagd auf Roter Oktober" und "Crimson Tide - In tiefster Gefahr" in seichteren Gewässern zurückgelassen.

Wolfgang Petersen hat es anno 1982 mit "Das Boot" vorgemacht und sein klaustrophobischer Klassiker ist nach wie vor der Maßstab, an dem sich auch "U-571" messen muss. Das Vorbild wird von Regisseur Jonathan Mostow, der mit dem hochspannenden Highway-Nervenkitzel "Breakdown" sein Debüt gab, zwar auch mehrfach zitiert, doch handelt es sich lange nicht um einen nassen Abklatsch. Auf Malta und in den Cinecittá-Studios in Rom mit einem Budget von 62 Mio. Dollar gefilmt, wird Nonstop-Action mit mehreren Höhepunkten geboten, die von der ersten bis zur letzten Minute fesseln kann. Die Story basiert auf einer Zusammenfassung mehrerer authentischer Kriegsmissionen der Alliierten im Kampf gegen Hitlers Seeflotte, die ihnen Anfang der 40er Jahre im Nordatlantik schwerste Verluste zufügte.

Frühjahr 1942: Das deutsche Titel-U-Boot versenkt ein Unterwasserboot der Alliierten, um anschließend von einem Zerstörer unter Beschuss genommen zu werden. Bereits diese Eröffnungssequenz arbeitet effektiv mit den immer wieder eingesetzten, verstörenden Soundeffekten, die die bevorstehende Bedrohung hervorragend vermitteln können. Das Boot der Nazis wird schwer beschädigt und ihr Hilferuf wird von den Alliierten aufgefangen. Sie schicken ein als Nazi-U-Boot getarntes US-Submarine unter dem Kommando vom "Twister"-erprobten Bill Paxton los, um dem Feind ihr Codiergerät abzunehmen und endlich ihre Nachrichten entziffern zu können. Eine Crew von neun Männern (darunter Harvey Keitel und Rocker Jon Bon Jovi) unter der Leitung von Lt. Andrew Tyler (Matthew McConaughey vollkonzentriert auf Starkurs) übernimmt die Aufgabe, die Nazis zu übertölpeln. Nachdem sie das U-Boot geentert haben, wird ihr eigenes von einem deutschen Torpedo zerstört und sie sind auf dem beschädigten deutschen U-571 gefangen. Die Sabotageakte eines deutschen Gefangenen, leere Batterien, ein lahmgelegter Torpedoschacht, vom Wasserdruck berstende Rohre bei einem Tieftauchgang und die finale Konfrontation mit einem deutschen Zerstörer lassen einen Nervenkitzel auf den nächsten folgen. Die Figurenzeichnung bleibt abgesehen von McConaugheys (er wächst in seine Führungsrolle hinein) recht oberflächlich, doch wird beispielsweise auch die benachteiligte Rolle von Schwarzen in der Navy angeschitten. Die hochexplosiven Actionsequenzen sind sehr effektiv ausgefallen und mit fahlen, dunklem Licht wurde eine bedrückende Atmosphäre im U-Boot-Inneren kreiert. Der Suspense-Beschuss allein wird den atemlosen Thriller obenauf zu einem weltweiten Erfolg schwimmen lassen. ara.

Copyright © www.kino.de 2008.



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