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... und dann kam Polly Filmkritik

... und dann kam Polly Filmkritik

Film
... und dann kam Polly
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2007-01-06 17:14:48
Bewertung
3/5 3 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Honeymoon in der Karibik - Liebe, Lust und Leidenschaft unter wolkenlosem Himmel. Aus Vorfreude wird es dem netten Versicherungsangestellten Reuben Feffer (Ben Stiller) schon ganz heiß bei dem Gedanken.

Die kalte Dusche folgt prompt. Seine frisch angetraute Lisa (Debra Messing) treibt's am ersten Tag mit einem französischen FKK-Tauchlehrer. Am Boden zerstört, kehrt der Betrogene nach New York zurück, wo schon jeder im Freundes- und Kollegenkreis Bescheid weiß und ihm mitleidsvoll auf die Schulter klopft.

Nach der Devise "andere Mütter haben auch schöne Töchter" stürzt sich der Neu-Single ins Nachtleben und stolpert über seine ehemalige Mitschülerin Polly Prince (Jennifer Aniston), die sich als Kellnerin über Wasser hält und durch die Welt gegondelt ist, statt wie der brave Bubi an der Uni zu büffeln.

Alles aus Liebe

Während er in einer sterilen Vorort-Wohnung mit Zierkissen lebt und sich zähneknirschend über seinen Chef (Alec Baldwin) ärgert, haust sie in einer Art Villa Kunterbunt samt blindem Frettchen, das mit dem Kopf gegen jede Wand knallt.

Gegensätze ziehen sich eben an. Und so springt der Schlipsträger aus Liebe über den eigenen Schatten, schaufelt beim Marokkaner trotz Allergie scharfes Essen in sich hinein, lässt sich zum "dirty dancing" verführen und von Pollys schwulem kubanischen Eintänzer in die Geheimnisse des Salsa einweihen.

Ein Test fürs Leben

Als urplötzlich die Ex wieder auftaucht, gerät er ins Schwitzen und macht eine Computer-Analyse. Ergebnis: Polly passt besser. Die findet diese Art der Entscheidung überhaupt nicht komisch und packt wutentbrannt die Koffer. Adieu New York! Da muss sich der gute Reuben schnell etwas einfallen lassen.

Kein Auge bleibt trocken, wenn Regisseur John Hamburg die temperamentvolle Jennifer Aniston (das Eheleben mit Brad Pitt tut ihr sichtlich gut) auf den neurotischen Ben Stiller loslässt, der aber auch alles falsch macht.

Nur vom Feinsten

Als verklemmter Reuben tappt er in jedes Fettnäpfchen und kriegt erst in letzer Sekunde die Kurve, während Aniston (um Klassen besser als in "Friends") als charmante Chaotin für Unordnung sorgt. Dem wilden Pärchen zur Seite steht das beste Personal, darunter Philip Seymour Hoffman als Schauspieler ohne Fortune, Debra Messing als herzloses Biest und Hank Azaria als französischer Nackedei.

Alle zusammen machen diese deftige Kino-Kost à la "Meine Braut, ihr Vater und ich" zum ultimativen Komödien-Kracher. Ablachen ist Pflicht.

Copyright © www.kino.de 2007.



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