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Topless Women Talk about Their Lives Filmkritik

Topless Women Talk about Their Lives Filmkritik

Film
Topless Women Talk about Their Lives
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2008-04-23 16:52:36
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Die Twentysomething treiben's toll in Harry Sinclairs respektloser Komödie über das Chaos in der Liebe, das Kinderkriegen und die Suche nach einem potentiellen Vater fürs Baby. Der fast an einen Porno erinnernde Titel "Topless Women Talk about Their Lives" führt allerdings in die Irre. Es geht um den ganz normalen, alltäglichen Beziehungswahnsinn.

Filme vom Ende der Welt, sprich Neuseeland, haben Konjunktur. Regisseure wie Peter Jackson oder Jane Campion machten den neuseeländischen Film international bekannt und konkurrenzfähig. Inzwischen wächst eine neue Generation von Filmemachern heran. Einer von ihnen ist Harry Sinclair, der seinen ersten Spielfilm aus einer gleichnamigen TV-Serie entwickelte, die aus 50 je vierminütigen Episoden besteht. Und so gibt es eine lockere Folge von kleinen und kleinsten Geschichten - von Ant, der seinen ersten Film "Topless Women talk about Their Lives" vor Freunden zeigt, die Gefallen heucheln, aber den Streifen furchtbar finden, von Liz, die den Abtreibungstermin vergißt und nicht mehr genau weiß, wer der Vater sein könnte, von Geoff, mit dem Liz heiße Nächte verbringt, der aber leider eine feste Freundin hat, von Prue, die Mike heiratet und glaubt, es sei die große Liebe, und von zwei anderen möglichen Vätern, die sich bei Liz die Klinke in die Hand geben. Der Handlungsfaden ist etwas notdürftig zusammengeknüpft. Aber es war der Zufall, der den Filmemacher leitete. Alles begann mit "irgendwelchen Aufnahmen", die Sinclair an einem Wochenende im Schlafzimmer von Ian Hughes (Ant) drehte. So kann der Film sein realistisches Ambiente nicht verbergen, als Location dienten über sechs Monate die Wohnungen von Freunden und Bekannten, ohne die übliche Dramaturgie sollte das Ganze ein Sonntagnachmittagsspaß werden. Das merkt man den Protagonisten auch an, die in ihren eigenen Klamotten ohne Maske und bei wackeliger Handkamera auftreten. Es zählt die Spontanität, "Natürlichsein" ist Trumpf. Man "mache" einfach einen Film, inmitten ungemachter Betten oder ungespülten Geschirrs. Authentischer geht's wohl kaum. Dabei transportiert Sinclair das Lebensgefühl junger Leute in Auckland, mit teilweise witzigen Szenen, einer Portion neuseeländischer Schrulligkeit und einigen Slapstickelementen. Ein richtiger Plot, außer der Schwangerschaft von Liz, fehlt, was den Regisseur nicht weiter stört, schließlich will er keine Botschaft vermitteln, sondern möchte, daß die Zuschauer sich amüsieren - so wie die Crew bei den Dreharbeiten. Dieses Konzept könnte bei einem studentischen Publikum und in Programmkinos aufgehen. mk.

Copyright © www.kino.de 2008.



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