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Biografie

David Mirkin, Regisseur von "Heartbreakers - Achtung: Scharfe Kurven!": "Ich kenne keine andere Schauspielerin, die gleichzeitig in Komödien, Tragödien, anspruchsvollen Autorenfilmen, herausragenden Bühnenproduktionen und Musicals aufgetreten wäre - und die dennoch auch als Heldin eines Actionfilmes großartig ist. Es gibt nichts, was Sigourney nicht schon einmal probiert hätte. Sie hat überhaupt keine Angst davor, Rollen zu interpretieren, bei denen das Komödiantische mit einer schwarzen Seite gepaart ist."

Sie gehört zu den bestverdienensten Schauspielerinnen Hollywood, spielt in Komödien genauso überzeugend wie in Dramen und verewigte sich mit ihrer Ellen Ripley ("Alien") als erste Action-Heldin in der Filmgeschichte: Sigourney Weaver.

Ihren (männlichen) Vornamen gab sich Susan Alexandra Weaver mit 14 Jahren selbst. Sigourney heißt die männliche Nebenfigur aus F. Scott Fitzgeralds Roman "Der große Gatsby". Als junges Mädchen hatte sie das Buch mit Begeisterung verschlungen.

Ihre Liebe zur Schauspielerei entdeckte sie in der Theatertruppe während ihres Englisch-Studiums in Stanford. Nach dem Abschluss bewarb sie sich an der Yale Drama School. "Mr. Sigourney Weaver" wurde zwar aufgenommen, aber dort nur als mäßig talentiert eingestuft.

Auch Lehrer können irren - Sigourney darf inzwischen zwei Golden Globes ihr Eigen nennen und wurde u.a. dreimal für den Oscar nominiert ("Gorillas im Nebel", "Die Waffen der Frauen" und "Aliens").

Der Weg dahin war aber auch für sie lang und steinig: Obwohl die Familie Weaver sehr gute Beziehungen zum Filmbiz hatte (Vater Pat war in den 50ern Präsident von NBC und gilt als "Vater der Talkshow") spielte Sigourney erst einmal am Broadway Theater - u.a. Shakespeare. Nebenbei drehte sie Fernsehspots für Pepsi und Löwenbräu.

Ihr Filmdebüt gab sie mit einer Kleinstrolle in Woody Allens "Der Stadtneurotiker". 1979 bekam sie die "Rolle ihres Lebens": Lieutenant Ellen Ripley in Ridley Scotts Science-Fiction-Schocker "Alien". Sigourney verkörperte eine aufregende Mischung aus Intelligenz, Tapferkeit und Sexappeal. Und dabei ist sie im wirklichen Leben alles andere als mutig - sagt sie.

"Wenn mein Mann zum Surfen ans Meer fährt, bleibe ich zu Hause. Ich hasse es, unter Wasser zu sein. Für Ripley wäre es ein Vergnügen." In "Alien: Die Wiedergeburt" musste sich Sigourney ihrer Angst stellen. Ihr Kampf mit den Außerirdischen unter Wasser sollte einer der Höhepunkte des Filmes sein. "Es war ein Alptraum," stöhnt sie noch heute. "Ich konnte weder sehen, noch atmen..."

Mit ihrer Darstellung der Primatenforscherin Diane Fossey in "Gorillas im Nebel" etablierte sich Weaver 1989 endgültig in Hollywood. Sie bewies, dass sie nicht nur die harte, durchtrainierte Kämpferin spielen kann. Eine Leistung, die mit einem Golden Globe belohnt wurde.

Betrachtet man ihre Filmographie genauer, so entdeckt man, dass Sigourney gerne das Opfer spielt, das sich später rächt. Ob das nun Ellen Ripley in der Alien-Saga, Paulina in "Der Tod und das Mädchen" oder als die First Lady in der Polit-Satire "Dave" ist - "Am Ende hängt alles von mir ab," sagt die Schauspielerin. "Wenn ich etwas verändern will, muss ich es selbst tun." Fast wie im richtigen Leben.

Doch ihre Rollen wählt sie nach ganz anderen Kriterien aus. "Ich entscheide mich für Drehbücher, die für mich wirklich gute Geschichten haben," sagt sie. "Ich spiele nur in Filmen, für die ich selbst ins Kino gehen würde."

Zu "Heartbreakers - Achtung: Scharfe Kurven!", der 2001 entstand: "Gute Film-Komödien sind selten geworden. Vor allem solche, bei denen die komischen Figuren durch Frauen verkörpert werden." Interessant war bei dieser Produktion die Zusammenarbeit mit dem verehrten Kollegen Gene Hackman: "Wenn man mit Gene Hackman zusammenarbeitet, dann ergeht es einem wie mit einem Partner auf dem Trapez. Bei jeder Wiederholung einer Szene tut er etwas anderes, so dass einem zunehmend unheimlich wird. Er ist auf eine so ungezwungene Weise lustig."

Sigourney besitzt eine eigene Produktionsfirma "Goat Cay Productions". Mit ihr hat sie die letzten beiden "Alien"-Filme co-produziert und versucht junge Bühnentalente im Filmbiz zu etablieren.

Seit 1984 ist sie mit Regisseur Jim Simpson verheiratet. Gemeinsam mit ihrer Tochter Charlotte (1990) leben sie in New York, "weil ich dort mitbekomme, wie es in der wirklichen Welt zugeht."

ali

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