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Biografie

Seine Schauspielkarriere startete er als Clown in einem Wanderzirkus, jetzt hat David Strathairn Aussichten auf eine Aufnahme in den Oscar-Olymp.

Sein Name ist vor allem mit dem Regisseur John Sayles verbunden, in dessen "Die Rückkehr nach Secaucus" er 1978 in seiner ersten Filmrolle einen der sieben College-Freunde spielte, die sich nach Jahren wiedersehen.

Seitdem ist David Strathairn regelmäßig bei Sayles aufgetreten, unter anderem in "Passion Fish" als Schulfreund der behinderten Schauspielerin (Mary McDonnell), die in ihr Südstaatendorf zurückgekehrt ist, und in "Wenn der Nebel sich lichtet - Limbo" als Fischer in Alaska, der mit einer Country-Sängerin (Mary Elizabeth Mastrantonio) und deren Tochter auf einer Insel gestrandet ist.

Psychogramm-Künstler

Strathairn gehört zu den Charakterdarstellern des amerikanischen Films, die Haupt- und wichtige Nebenrollen spielen und sie zu tragfähigen, intensiven Psychogrammen verdichten.

Sein nuanciertes Spiel beruht auf Zurückhaltung, Minimalismus und makelloser Beherrschung, was er unter anderem in dem Abenteuerfilm "Am wilden Fluss" zeigte, wo er - spät aber dann effektiv - eingreift, um seine Frau (Meryl Streep) und seine Tochter aus den Händen der beiden Geiselnehmer zu befreien.

Ein Mann für gewisse Rollen

Strathairn spielte in "Ein Sommernachtstraum" den Grafen Theseus und in " Confidential" einen aalglatten Pornofilmproduzenten. Er war der Reverend in der John Irving-Verfilmung "Simon Birch", gehörte zur Gruppe der "Sneakers" um Robert Redford und trat in Philip Kaufmans psychologischem Thriller "Twisted - Der erste Verdacht" auf.

In dem Teenagerdrama "Blue Car" (in Deutschland Videopremiere) spielte er einen Lehrer, der der sensiblen 18-jährigen Meg (Agnes Bruckner) Hoffnungen auf eine Karriere als Dichterin macht, um sie ins Bett zu bekommen.

Mit Clooney zum Oscar-Kandidaten

Beeindrucken konnte Strathairn mit seiner Darstellung des CBS-Reporters Edward R. Murrow in "Good Night, and Good Luck", der zweiten Regiearbeit von George Clooney.

In den 50er-Jahren angesiedelt, legt sich Straithairns Reporter gemeinsam mit seinem Produzenten (George Clooney) mit dem paranoiden Senator und Kommunistenjäger Joseph McCarthy an. Für seine Leistung wurde Straithairn bei den Filmfestspielen in Venedig mit der Coppa Volpi als bester Darsteller ausgezeichnet und ist jetzt für einen Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert.

Strathairn, geboren 1949 in San Francisco, ist ebenso im Fernsehen präsent und hat zahlreiche Broadway-Auftritte absolviert.

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