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Biografie

Nach einer traurigen Trennung von Jennifer Aniston hat Brad Pitt Trost bei Angelina Jolie gefunden. Mittlerweile sind die beiden Superstars Hollywoods erklärtes Traumpaar, haben eine leibliche Tochter und drei adoptierte Kinder.

Drei Jahre ging er mit Juliette Lewis, obwohl sie schon an De Niros Daumen lutschte, zweieinhalb mit Heulsuse Gwyneth Paltrow, für die er sogar den Verlobungsring entwarf. Dann waren Brad Pitt und Jennifer Aniston Hollywoods Traumpaar. Doch das verflixte siebte Jahr wurde den beiden Stars zum Verhängnis. Seitdem ist Brad mit Angelina Jolie liiert.

Aber wer ihn Lover- oder Golden Boy nennt, riskiert die Verwandlung des sympathischen Normalo zum gefährlichen Psycho ("Kalifornia"). Pitt hasst die Reduktion auf den Schönling, will als Akteur nicht als Posendesigner überzeugen. Seine Rolle als meist gesuchter Mann im Wilden Westen in "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" ist ein weiterer Versuch des 43-Jährigen, sich endgültig von seinem Frauenschwarm-Image zu lösen.

Karriereeinstieg: Fernsehdeko

"Juliette Lewis wollte unbedingt Filmstar werden, aber Brads Passion war die Schauspielerei", erinnert sich Robert Markowitz, Regisseur des TV-Films "Too Young To Die", bei dem sich Lewis und Pitt damals kennenlernten.

Sechs Jahre nahm Brad Unterricht bei Roy London, Obi Wan für Sharon Stone und viele andere, und fiel sofort durch große Unbekümmertheit auf. Während er die undankbarsten Jobs annahm, machte er sich als Backgrounddeko im Fernsehen bekannt, spielte in "Dallas", mit Johnny Depp in "21 Jump Street" und schließlich auch in Kinofilmen wie "No Man's Land - Tatort 911" oder "Unter Null", deren Stars Charlie Sheen und Andrew McCarthy heute nur noch von ihrer Vergangenheit träumen.

Die dunkle Seite

Seine erste Hauptrolle - ein Lichtallergiker, der für ein bisschen Leben den Tod riskiert - spielte Pitt bereits 1988 im jugoslawischen Drama "The Dark Side of the Sun", das wegen des Bürgerkriegs jedoch erst 1997 herausgebracht wurde. Da war er längst ein Star, hatte Billy Baldwin in "Thelma & Louise" als Cowboy ersetzt und Geena Davis den Superorgasmus beschert.

Noch 1987 outete sich Brad in einem Teenmagazin unspektakulär als guter Sportler und schlechter Musiker (Mundharmonika, Gitarre). Dann kämpfte er mit Bären ("Legenden der Leidenschaft"), Killern ("Sieben"), Unsterblichkeit ("Interview mit einem Vampir"), aber auch mit Prestigeprojekten ("Vertrauter Feind", "Rendezvous mit Joe Black"), die floppten.

Bekenntnis eines Stars

Seit "Aus der Mitte entspringt ein Fluß" gilt er als Robert Redfords Klon - trotz vieler Unterschiede. Pitt ist im konservativen Missouri aufgewachsen, liebt L.A. und Rollen, die sein Image sabotieren: Kiffer ("True Romance"), Wirrkopf ("12 Monkeys"- Oscar-Nominierung), Schläger ("Fight Club", "Snatch - Schweine und Diamanten").

Redford dagegen stammt aus dem liberalen Kalifornien, meidet aber L.A. und Imagedemontage. Starrummel verachten beide, aber coole Toleranzbekenntnisse ("Es mir egal, ob jemand im Kleidchen den Schwanz eines Pferds bläst") liefert nur Pitt.

Gott der Coolness

Nachdem er für "Troja" in die Sandalen schlüpfte, raubte er mit Clooney und Co. in der "Ocean's"-Trilogie Kasinos aus und lernte bei den Dreharbeiten zu " Smith" seine jetzige Lebensabschnittspartnerin Angelina Jolie kennen. Der Mann, der aus Angst vor bürgerlichem Erstickungstod kurz vor Abschluss seines Journalistikstudiums seine Eltern wie auch Bruder Doug und Schwester Julie in Richtung Kalifornien verließ, steht nun mit kommenden Filmen wie "Burn After Reading" und dem Fantasydrama "The Curious Case of Benjamin Button" am Höhepunkt seiner Karriere. Doch heimlich träumt er von einer anderen: Pitt liebt Grafikdesign und Architektur und will diese Obsession nicht nur in seinen Villen ausleben.

Freund und Regiestar David Fincher traut es ihm zu, Steven Soderbergh auch: "Er ist sehr selbstsicher, wäre auch ohne Starruhm genau dieselbe Person. Er ist einfach einer der coolsten Typen auf diesem Planeten!"

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