Alle Filme von A-Z

Jack Nicholson Biografie

Jack Nicholson Navigation

Biografie

Der große Frauenheld ist Jack Nicholson vielleicht nicht mehr. Aber er bleibt der unbestrittene König von Hollywood.

Am 22. April 2003 wird der Mann mit dem "Hai-Grinsen" (Time Magazine) 66 Jahre alt. Damit fehlt ihm noch einmal Sechs, um sein Image als Satansbraten auch mit der Teufelszahl 666 zu bestätigen. Seit "The Shining", in dem er sich per Axt scheiden lassen wollte, hat Nicholson auf das Satanslabel ein Monopol.

Genussvoll kostete er diese öffentliche Wahrnehmung mit diabolischen Rollen in "Die Hexen von Eastwick" und "Batman" aus. Dabei blieb das große Kind in ihm stets spürbar - ungeachtet der Ehrfurcht, die ihm mit elf Oscar-Nominierungen und drei Oscar-Gewinnen entgegengebracht wurde.

Unter seinen Kollegen genießt er Narrenfreiheit, brachte sogar Eiskönigin Nicole Kidman in Verlegenheit, als er bei den Golden Globes ihre alte Nase lobte, die für das Drama "The Hours" zum Hexenhaken umgestylt worden war. Nicholsons Humor verschont weder seine Familie ("Meine Mutter hat nie die Ironie erkannt, wenn sie mich Hurensohn nannte") noch sich selbst: "Ich möchte als reizend, charmant, intelligent, attraktiv und vieles mehr erkannt werden".

Zeit des Erwachens

Der wunde Punkt des Unantastbaren ist seine Familiensaga, die jede Seifenoper schlägt. Nicholson war 37, als ein Reporter die Illusion seiner Kindheit zertrümmerte.

Von ihm erfuhr er, dass die Frau, die ihn aufgezogen hatte, nicht seine Mutter, sondern Großmutter, seine vemeintlich ältere Schwester June tatsächlich seine Mutter gewesen war. Als June mit 17 schwanger wurde, verbannte die Familie Don Furcillo Rose, den verheirateten Vater des Kindes, und erfand eine Lebenslüge. Noch 2001 wandte sich Roses Tochter an die Presse, doch einen DNA-Test lehnte Nicholson ab.

Alternder Casanova

Skandale begleiten seine Karriere wie die Putzerfische den Hai. In seinem Haus am Mulholland Drive soll Roman Polanski 1977 eine 13-Jährige vergewaltigt und Nicholson selbst 1996 eine Prostituierte verprügelt haben. Mit einem Golfschläger bearbeitete Wild Jack das Auto eines Mannes, mit Little Jack immer wieder deutlich jüngere Frauen.

Wie Rebecca Broussard, Mutter von zwei seiner vier Kinder, Top-Model Janice Dickinson oder die 33-jährige Kollegin Lara Flynn Boyle, mit der er zwei Jahre lang eine heiße Affäre hatte. Ähnlich wie Platzhirsch Warren Beatty sieht er seine Tage als Casanova aber gezählt:

Der Klassiker

"Ich habe nicht mehr den Trieb wie früher...schlafe heute sehr oft allein...meine größte Angst ist, dass ich beginne, diesem Leben den Vorzug zu geben."

Seine Karriere als Schauspieler aber hält der Fan der Los Angeles Lakers, der seine Kinder, sein Haus in Aspen, Südfrankreich und den Kosenamen für seinen Wohnort ("Bad Boy Hill") liebt, nicht für beendet.

Sie begann 1958 mit einer Hauptrolle im B-Movie "Cry Baby Killer" und nahm in den nächsten 10 Jahren mit weiteren Roger-Corman-Produktionen Fahrt auf. Mit seiner ersten Oscar-Nominierung für "Easy Rider" schaffte er den Durchbruch. Es folgten rebellische Einzelgänger in den modernen Klassikern "Ein Mann sucht sich selbst", "Chinatown" oder "Einer flog übers Kuckucksnest".

Mehrfach ausgezeichnet!

Dafür gab es den ersten Oscar, den zweiten dann für "Zeit der Zärtlichkeit", den dritten schließlich für "Besser geht's nicht", der im Titel die Qualität seiner Darstellungen in den letzten Jahren auf einen Nenner bringt.

Tragisch-komisch ist er als vereinsamter Rentner in "About Schmidt", tyrannisch demnächst als Adam Sandlers Therapeut in "Anger Management". Trotz seines Status' spielt er am Set nie die Diva:

"Ich bin kein Machtmensch. Ich bevorzuge Gleichberechtigung...in der Regel fühle ich mich sehr unwohl mit dem Druck, den mein 'Jack'-Image auf andere ausübt."

Copyright © www.kino.de 2007.



Alle Filme von A-Z