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Biografie

Schon sein Name ist ausgefallen: Shia ist hebräisch ("Das Geschenk Gottes"), Beouf ein Sumpfgebiet in Louisiana. Trotz der phonetischen Barrikade ist Shia LaBeouf (gesprochen: Scheia LaBuf) in aller Munde. Ein Hollywood-Märchen, das in der Wiege der Traumfabrik begann.

Der 21-jährige Jungstar ist in Echo Park aufgewachsen, einem Bezirk von Los Angeles, in dem die Filmindustrie vor dem Umzug nach Hollywood ihr Zentrum hatte. "Es war eine taffe Gegend, und ich war das einzige weiße Kind", erinnert er sich an das von Latinos dominierte Viertel.

Seine Eltern waren Hippies, "ziemlich verrückte Leute, aber sie liebten mich und ich liebte sie." Seine Mutter war sein Anker, sein Vater das Sturmtief. Der Vietnamveteran, ein Cajun (französisch sprechende Volksgruppe in Louisiana), der auf Rodeos und im Zirkus den Clown spielte, nahm und verkaufte Drogen, rauchte mit dem Elfjährigen Marihuana. Anschauungsunterricht, der ernüchterte: "Mitzuerleben, wie der eigene Vater einen Heroinentzug durchmacht, hält einen davon ab, das Zeug selbst zu nehmen."

Auf den Hund gekommen

Nicht Flucht, sondern Angriff war schon immer die Stärke Shias, der als Knirps mit braunen Kulleraugen und Chaoslocken als Stand-up-Komiker debütierte: "Man verkaufte mich als den 10-Jährigen mit der Klappe eines 50-Jährigen".

Als ihm das coole Surfboard eines Jungen imponierte, der in der Serie "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" mitspielte, verknüpfte er Reiz und Ursache, quasselte sich ins Herz eines im Telefonbuch gelisteten Agenten, der noch heute zum Team LaBeouf gehört. Schnell folgten der erste Film, Auftritte in den Sitcoms "Caroline in the City" oder "Susan" und die Kinokomödie "Frühstück mit Einstein". Der Titel verwies nicht auf Thomas Gottschalk, der seinen Vater spielte, sondern auf einen Hund, der mit Shias Wuschelhaar konkurrierte.

Von Engeln beschützt

Noch während seiner High-School-Zeit machte Disneys Familienserie "Even Stevens" den No-Name zum Teen-Darling. Nach 66 Folgen war Schluss und langfristig auch mit Rollen, die nur Shias Bankkonto stärkten. Auf dem Set des schrägen Jugenddramas "Das Geheimnis von Green Lake" führte ihn Veteran Jon Voight zum Heiligen Gral, zu Büchern von Stanislawki und Lee Strasberg, zur Schauspielerei als künstlerische Verwirklichung.

Big-Budget-Projekte wie "3 Engel für Charlie - Volle Power" (mit Cameron, Drew & Lucy als seine Schutzengel), "I, Robot" oder "Constantine" (als Mitglied von Keanu Reeves' Anti-Dämonencrew) nimmt er immer noch mit. Aktuell "Transformers", wo LaBeouf mit Megan Fox die Materialschlacht der Roboter etwas menschlicher macht. Doch kleinere Filme, die ihn darstellerisch fordern, sind größer auf seinem Radar.

Furcht und Traumwelt

Furcht motiviert dabei die Rollenwahl. Furcht, einen Film tragen zu müssen, wie demnächst "Disturbia", wo er sich den Killer David Morse, aber nicht die Kollegin Sarah Roemer vom Leib halten muss. Furcht, bei ernster Thematik komisch sein zu müssen, wie als nackter LSD-Tripper in "Bobby". Furcht aber auch, in der Gegenwart von Ikonen unsichtbar zu werden, wie in Steven Spielbergs viertem "Indiana-Jones"-Film, in dem er als Harrison Fords Sohn zu sehen sein wird.

Mit 21 hat der begeisterte Hip-Hopper, Plattenlabel- und Filmfirmengründer schon einiges hinter sich. Darunter auch eine Beziehung mit Produzententochter China Brezner. Derzeit bewohnt nur Bulldogge Brando sein Haus in Burbank mit. Doch als Shooting-Star, der aufgrund geballter Erfahrungen früh erwachsen wurde, sieht Shia sich nicht: "Ich lebe jetzt in der Welt eines Kindes, einer Traumwelt. Nachts schlafe ich und habe das Gefühl, den ganzen Tag geträumt zu haben."

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