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Peter Jackson Biografie

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Biografie

Als "king of the world" fühlte sich James Cameron, als er im März 1998 mit "Titanic" bei den Oscars abräumte und selbst als bester Regisseur ausgezeichnet wurde. Doch wenn Cameron der König ist, was ist dann sein bescheidenerer, wesentlich zurückhaltender Kollege Peter Jackson?

Rund 600 Millionen Dollar spielte Camerons Katastrophenfilm in den USA ein, über eine Milliarde Dollar Jacksons "Herr der Ringe" Trilogie - und ein Academy Award als bester Regisseur für "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" steht bei ihm freilich auch auf dem Kaminsims. Der Mann ist in Hollywood zur Zeit das Maß aller Dinge.

Thomas Kretschmann, der Captain Englehorn aus Jacksons lang erwartetem Remake des Leinwand-Klassikers "King Kong", bringt es auf den Punkt: "Er hat jetzt Narrenfreiheit. Peter kann machen, was er will. Er genießt jegliches Vertrauen".

Frühe Filmleidenschaft

Jacksons Erfolgsstory begann eigentlich schon Weihnachten 1969, als der am 31. Oktober 1961 in der Halloween-Nacht geborene Neuseeländer von seinen Eltern eine 8mm-Kamera geschenkt bekam. Als Einzelkind in Pukerua Bay, einer zu Wellington gehörenden Kleinstadt, aufgewachsen, musste Peter sich seit jeher viel selbst beschäftigen - da kam das Filmen ihm gerade recht.

So grub er etwa 1973 mit Kumpels ein Loch im Garten und drehte den Weltkriegs-Film "The Dwarf Patrol". Da hatte der Wunderknabe sich bereits an einem Remake von "King Kong und die weiße Frau" versucht und die New Yorker Skyline auf ein Bettlaken der Mutter gemalt. "Jetzt folgt eben der zweite Versuch", erklärte er augenzwinkernd Team und Crew vor Beginn der Dreharbeiten zum aktuellen Primatenspektakel, das mit 207 Millionen Dollar Herstellungskosten zum bislang teuersten Film aller Zeiten avancierte.

Erfolgreiches Familiengeschäft

Wobei Jackson und seine Frau Fran Walsh, Produzentin und Co-Autorin, selbst einige Millionen in das Projekt investierten, weil sie die vereinbarte Länge von 150 Minuten um ein halbe Stunde überschritten und so rund 32 Millionen Dollar Mehrkosten verursachten.

Aber Geld ist für den 44-jährigen Regisseur heute längst kein Problem mehr. Und in den Film hat er seit jeher ohnehin jeden verdienten Cent investiert. Vom Gehalt, das der Schulabbrecher bei der Wellingtoner Evening Post verdiente, kaufte er eine Bolex 16mm-Kamera, mit der Jackson 1983 zusammen mit Freunden seinen 8mm-Vampirfilm "Curse of the Grave Walkers" ausbaute und zu "Gilles' Big Day" ausweitete. Aber damit nicht genug.

Gruseliger Karrierestart

"Aufgepeppt" mit einem finalen Kettensägen-Massaker, allen möglichen dampfenden Tierinnereien sowie jeder Menge glibberigem Ahornsirup und gefördert von der The New Zealand Film Commission, konnte die wüste Alien-Splatter-Komödie fünf Jahre später endgültig fertig gestellt und unter dem treffenden Titel "Bad Taste" zum Festival nach Cannes geschickt werden. Sie verkaufte sich in 30 Länder und über Nacht hatte Peter Jackson einen Namen.

Es folgten fünf weitere Spielfilme, darunter das legendäre Zombiespektakel "Braindead" (1991), das auf dem Festival des Phantastischen Films drei Hauptpreise gewann und sogar als "Bester Horrorfilm seit Erfindung des Genres" gelobt wurde.

Fantastisches Mamutprojekt

Das Feuilleton fand derweilen besonderen Gefallen an seinem auf Tatsachen basierenden, vielfach prämierten Adoleszenz-Drama "Heavenly Creatures" (1994), das Kate Winslet den Weg nach Hollywood ebnete, oder der humorvollen Pseudo-Dokumentation "Forgotten Silver" (1995).

1996 kreierte Friseur-, Anzug- und Schuhmuffel Jackson den augenzwinkernden Geister-Horror "The Frighteners", bevor er mit der Adaption von Tolkiens Fantasy-Dauerbrenner "Herr der Ringe" Filmgeschichte schrieb. Fast sechs Jahre arbeitete er - Spitzname: "Kleiner Hobbit" - als Autor, Produzent und Regisseur an dem opus magnum, befehligte 24 Monate lang ein wahres Heer von Künstlern, darunter Digitalzauberer, Experten für mittelalterliche Waffen, Bildhauer, Maler, Linguisten und Modellbauer. Die Vorarbeit, die Fingerübung zu "King Kong"? Jetzt heißt's: Elf oder Affe, wer ist König des Kinos.

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