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Biografie

Sie kommt aus Kiew, arbeitete bereits im zarten Alter von elf Lenzen als Fotomodel, hat mit 25 zwei Ehen verschlissen und auch schon ein paar Tonträger bepiepst. Nun ist Milla Jovovich, elfenhaft anmutende, grünäugige Schönheit und Covermodel hunderter Magazine, im zweiten Anlauf auch noch in der Traumfabrik angekommen - als taffe Action-Lady.

Das wahre Leben beginnt für Milica Natascha Jovowitsch fernab von Hollywood. Geboren wurde sie am 17. Dezember 1975 als Tochter eines jugoslawischen Arztes und einer russischen Staatsschauspielerin in Kiew, im Herzen der damaligen Sowjetunion. Ihre Mutter und spätere Managerin weiß früh, was gut für die kleine Milla ist: ein rascher Umzug nach Amerika zum Beispiel.

Milla hat gerade noch Gelegenheit, Russisch zu lernen, da drückt sie auch schon die Schulbank in Sacramento, Kalifornien. Der Unterricht macht ihr allerdings (zu ihrem heutigen Bedauern) wenig Spaß, lieber hält sie ihr anmutiges Antlitz in die Linsen der Modepresse. Mutti knüpft früh die nötigen Kontakte, und schon als Elfjährige kann Milla 3500 Dollar pro Tag in Rechnung stellen. Eine spektakuläre Fotostrecke von Starfotograf Herb Ritts macht sie auch in Europas Modeszene auf einen Schlag bekannt, danach stehen Designer von Armani bis Versace Schlange.

Karriere am Strand

Eine Karriere in Hollywood scheint da nur der nächste logische Schritt. 1988 gibt der Teenager sein Debüt in der Disney-Fernsehproduktion "The Night Train to Kathmandu" und ergattert eine Minirolle im Kinofilm "Two Moon Junction" mit Sigourney Weaver.

Zwei Jahre später kann Milla Jovovich bei einem landesweiten Casting für die "Rückkehr Zur Blauen Lagune", dem Sequel zum Lolita-Klassiker, alle Mitbewerberinnen abhängen. Außerdem taucht sie in "Chaplin" sowie an der Seite von Christian Slater in der Actionkomödie "Kuffs" auf.

Jugendliche Verwirrung?

Nach einem Auftritt im mittlerweile zum Kultfilm geadelten "Dazed and Confused" von Richard Linklater aber verschwindet Milla Jovovich quasi über Nacht von Hollywoods Bildfläche. Ein Grund dafür könnte gewesen sein, dass sie noch während des Drehs ihren fünf Jahre älteren Kollegen Shawn Andrews heiratet.

Ihre Mutter lässt die Ehe jedenfalls kurzerhand annullieren, schließlich ist Milla zum Zeitpunkt des Ja-Wortes erst 16. Danach herrscht vier Jahre Filmpause, dafür gibt's ein Musikalbum namens "The Divine Comedy", das sich sogar durchaus passabel verkauft.

Elementares Comeback

Stark ist der Eindruck, den sie bei ihrer Rückkehr 1997 hinterlässt. Regisseur Luc Besson ("Leon - der Profi") ist ihr neuer Förderer, Arbeitgeber und bald auch Ehemann, eine Rolle an der Seite von Bruce Willis im Actionfilm "Das fünfte Element" der nötige Knall, mit dem sie wieder auf der Bildfläche erscheint.

Optik und Stil gehen dem Inhalt im verrückten Science-Fiction-Spektakel klar vor, und Milla sorgt im spärlichen Bandagenschurz für die nötigen weiblichen Reize. 1998 unterstreicht Milla in Spike Lees "He Got Game", dass sie allerdings auch für anspruchsvollere Sprechrollen geeignet ist.

Als Jungfrau ungeeignet

Die Beziehung zu Besson währt nicht lange, nach dem künstlerisch eher umstrittenen "Johanna von Orleans"-Epos mit Milla in der Titelrolle haben sich die beiden nichts mehr zu sagen. In der Folgezeit taucht sie in Wim Wenders "Million Dollar Hotel" und Ben Stillers "Zoolander" auf, ist aber immer eher zierendes Beiwerk als aktives Element.

Das ändert sich jedoch, als sie in Bernd Eichingers Videogame-Adaption "Resident Evil" anheuert und der Zombiefilm ein veritables Kinorevival der lebenden Toten einläutet.

Privates Glück mit Zombies

Amazone in Genrefilmen könnte also absolut Millas Ding sein, jedenfalls hat die kühle Schönheit seither viele neue Freunde gewonnen, darunter ihren neuen Lebensgefährten Anderson, den Regisseur des Films.

Da liegt es nur nahe, die Gunst der Stunde zu nutzen: In "Resident Evil: Apocalypse" recycelt Milla den Part als Endzeitkriegerin. Sie bleibt ihrem kämpferischen Image auch weiterhin treu und tritt nun in "Ultraviolet" als vampirartige Kreatur gegen einen totalitären Diktator an. Für einen dritten Teil der "Resident-Evil"-Reihe steht Milla schon wieder vor der Kamera. Dame sein und auf den Oscar schielen kann man schließlich später noch.

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