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John Goodman Biografie

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Biografie

Seit dem TV-Hit "Roseanne" ist er der unkomplizierte Typ, den jeder umarmen möchte. Doch Goodman ist mehr als Bier, Baseball und Babyface - er ist auch schauspielerisch ein Schwergewicht.

Körperliche Präsenz, das zentrale Element seiner Darstellung, spielt er nicht nur komisch aus. "Man spürt, dass man sich mit ihm nicht anlegen möchte. Nicht, weil er sich vielleicht auf dich setzt, sondern, weil er dich aus dem Fenster werfen würde". So beschreibt Regisseur David Ward die Gewalt hinter der Gutmütigkeit, die seinen Star aus "King Ralph" darstellerisch unberechenbar macht.

So weiß man in Filmen, die nicht klar als Komödien angelegt sind, nie, ob er ein Goodman sein wird. Ein anständiger Cop ("Sea of Love - Melodie des Todes"), ein korrupter ("Der große Leichtsinn") oder ein durchgeknallter Killer, der ballernd durch brennende Hotelgänge läuft ("Barton Fink"). Welcher Teufel in ihm steckt, zeigte zuletzt sein monströser Gangstervater in "Death Sentence - Todesurteil".

Gesichtsakrobat mit Burger-Hunger

Imageprägend aber ist seit 221 Folgen "Roseanne" gewichtige Gelassenheit: als Kevin Spaceys Manager in "Beyond the Sea", als treueste Seele von Steintal in "Flintstones - Familie Feuerstein" oder nun als liebenswerter Superdad in "Speed Racer".

Seine expressive Mimik besticht schon in frühen Werbespots, wenn er einen Doppel-Whopper attackiert, besonders eindrucksvoll aber in "Always", wenn Richard Dreyfuss vor seinen Augen in den Tod stürzt.

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Schauspielerei statt Football

Zehn harte Jahre dauerte es allerdings, bis sein Talent wirklich auffiel. 1975 traf er in New York ein. Schwester, Bruder und Mutter, die nach dem frühen Tod des Vater die Kinder als Drogeristin und Kellnerin durchbrachte, hatte er bereits als Collegestudent in St. Louis, seinem Geburtsort, zurückgelassen. Als er Football trotz eines Stipendiums nicht zum Beruf machen konnte, entdeckte er die Schauspielerei.

"Jeder erkannte sofort sein großes Talent, John selbst aber nicht", erinnert sich Tess Harper, mit Kathleen Turner die prominenteste Wegbegleiterin aus diesen Tagen. Nach dem College hatte der Comic- und Bluesfan Marlon Brando als Vorbild und 1.000 Dollar seines Bruders als Starthilfe.

Brummbär mit Bass-Stimme

Aus Spaß bestritt er mit Freunden sieben Jahre lang eine Comedy Radio Show in Manhattan, auf der Bühne aber machte er Ernst. Goodman spielte alles: Brecht, eine Discoversion von "Ein Sommernachtstraum", dann als Weihnachtsvertretung mit Kevin Kline in "Loose Ends" am Broadway und dort schließlich auch Huck Finns versoffenen Vater im Musical "Big River", seinem Durchbruch 1985.

Die Bass-Stimme war immer Markenzeichen: ob als Sprecher in Animationsfilmen ("Die Monster AG") oder als Sänger (rockig in "Blues Brothers 2000", Country in "True Stories"). Zwei Jahre nach "Big River" verknüpfte er Bankraub und Babysitting in "Arizona Junior", der erste von fünf Filmen für die Coen-Brüder, denen er seine Lieblingsrolle verdankt, den Waffenfreak und Vietnamveteranen aus "The Big Lebowski".

Trauriger Clown

Treuer als den Coens ist er nur Annabeth Hartzog, die er als 19-jährige Studentin am Set von "Ein Leben voller Leidenschaft" kennen lernte. Für die Mutter von Tochter Molly gab er 1989 sein Leben als Single und kürzlich in einer Entzugsklinik sein Leben als Trinker auf.

Kaum jemand ahnt, wie Tess Harper weiß, "dass sich hinter der fröhlichen Fassade im Grunde ein trauriger Mann verbirgt." Diesen zeigt er öffentlich nie, den Clown gelegentlich. In Sandalen und Shorts tanzte er kürzlich mit (s)einer Frau in einem Lokal am Central Park zu Barry White. Nicht wie ein "Nilpferd" (Selbstbeschreibung), sondern wie ein großer verspielter Bär. Übermut mit Lebenslust!

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