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Robert Downey Jr. Biografie

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Biografie

Er gilt als größtes Schauspieltalent jener Generation, die man in den 80er-Jahren das "Brat Pack" nannte. Und er ist Hollywoods Sorgenkind, der Apotheker der Traumfabrik, sozusagen.

Nun setzt Robert Downey Jr. zum Neustart unter geläuterten Bedingungen an, dem dritten oder vierten innerhalb von zehn Jahren. Aber einem charmanten Kerl wie ihm verzeiht man gerne. Schließlich tut er im Gegensatz zu manchen Kollegen bei seinen Ausfällen keinem weh. Außer sich selbst.

Vielleicht wäre Robert Downey Junior in der guten alten Hollywood-Glanzzeit besser aufgehoben gewesen. Damals ließ man großen Stars kleine Sünden durchgehen. Drogen? Kein Problem, so lange sie keiner in der Öffentlichkeit nahm. Für eine Festnahme in den eigenen vier Wänden musste man schon jemanden umbringen. In jener Zeit wächst auf.

In die Filmwelt geboren

Dieser ist von Beruf Filmregisseur und zeugt mit der Schauspielerin Elsie Ford einen Sohn, der am 4. April 1965 in New York das Licht der Welt erblickt. Natürlich möchte der kleine Robert Junior auch bald Filme machen. Weil seine Eltern dafür viel Verständnis haben, darf er schon mit fünf Jahren durch Papis Filme hüpfen.

Im Alter von sieben reicht ihm Daddy den ersten Joint, bevor er solchermaßen gerüstet durch eine Jugend voller Wohnsitzwechsel mit Stationen wie Conneticut, Santa Monica, London, Paris und Woodstock weiterzieht.

Rasanter Start in Hollywood

Im Alter von elf lassen sich Roberts Eltern scheiden. Er streitet sich bald mit beiden und emigriert nach abgebrochener High School nach New York, um endlich Filmstar zu werden.

Weil er Talent mitbringt und blendend aussieht, braucht er nicht lange lebendes Kunstobjekt in einer Gallerie in Soho zu spielen. John Hughes ("Breakfast Club", "Pretty in Pink") besetzt ihn in der SF-Komödie " - Der helle Wahnsinn". Downey Jr. ist ein paar Sommer auf den schönen Fiesling abonniert.

Mit dem Aufstieg kam der Fall

1987 darf er endlich selbst an der Seite der aktuellen Teenqueen Molly Ringwald in "Jack, der Aufreißer" die Hauptrolle spielen. Der Durchbruch ist vollbracht.

Noch ein zweites wichtiges Ereignis geschieht 1987: Robert geht auf Entzug, das Leben im Teenie-Jet-Set fordert seinen Tribut. Während er aber mit Filmen wie "Unter Null", "Air America" und "Chaplin", für den er eine Oscar-Nominierung erhält, auf der breiten Erfolgsspur fährt, kommen die Drogen mit Macht zurück. 1996, ein gutes Jahr nach dem vielleicht besten Auftritt seiner Karriere in Oliver Stones "Natural Born Killers", folgt der Crash.

Im Drogenrausch aufs Abstellgleis

Die grobe Chronik: Im Juni 1996 wird Downey Jr. von den Cops gestoppt. Er sitzt bedröhnt am Steuer, in seinem Auto findet man Crack, Heroin und eine ungeladene Faustfeuerwaffe. Einen Monat später verwechselt Downey Jr. im Vollrausch das Grundstück und wird von der Polizei schlafend im Kinderbett des Nachbarn entdeckt.

Nach einem dritten Drogenarrest innerhalb kürzester Zeit wird er zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt, die er prompt antreten muss, als er 1999 gegen die Auflagen verstößt. Dazwischen liegen mehrere erfolglose Entzugsversuche sowie die Scheidung von seiner Frau und Mutter des gemeinsamen Sohns, der Schauspielerin Deborah Falconer.

Aufgefangen von Freunden

Downey scheint am Ende, wieder einmal. Stets aber gibt es Freunde, die ihn auffangen. Der Sänger Moby, der Musikvideo-Regisseur Sam Taylor-Wood und der Hollywoodregisseur James Toback gehören dazu. Auch Mel Gibson greift ihm unter die Arme, indem er ihn in "The Singing Detective" besetzt.

Bei "Ally McBeal" dagegen muss Downey Jr. sein Ränzlein schnüren, nachdem er 2001 wieder einmal hinter Gittern landet - und das, obwohl er erst kurz zuvor einen viel beachteten Golden Globe für seine Nebenrolle als Freund der Titelheldin ergatterte.

Auf der Karriereleiter wieder nach oben

So langsam geht es wieder aufwärts. Entweder scheint er sein Drogenproblem in den Griff zu kriegen, oder einer neuen Produzenten- und Regiegeneration ist es egal. Auf den moderaten Kassenerfolg "Gothika" folgt aktuell der Independent-Hit "Kiss Kiss, Bang Bang".

In der Nachproduktion befinden sich mögliche große Würfe wie Nicole Kidmans Künstler-Biopic "Fur", Curtis Hansons Poker-Drama "Lucky You" und das allseits mit gewisser Spannung erwartete Action-Mystery-Drama "A Scanner Darkly" von Richard Linklater.

Zukunftspläne

Mit der Karriere geht es für den Schauspieler auch im Privatleben wieder aufwärts. Im August 2005 heiratet er die Produzentin von "Kiss Kiss, Bang Bang", Susan Levin.

Zur Zeit steht Robert Downey Jr. für David Finchers Serienkillerthriller "Zodiac" vor der Kamera. Im nächsten Jahr soll er, was irgendwie prima passen würde, die rauschgiftaffine US-Literatenlegende Edgar Allen Poe in dem gleichnamigen Biopic von Sylvester Stallone mimen. Für Schlagzeilen jedweder Art ist also weiterhin gesorgt.

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