Er heisst wirklich so wie der berühmte US-Marshall und wurde wegen seiner gebrochenen Typen, die er unter der Oberfläche der gemeißelten Wangenknochen und der glatten Haut spielte, zum Teenager-Idol.
Matt Dillon, geboren 1964, hatte seine ersten Filmauftritt mit 14 Jahren in "Wut im Bauch".
Er spielte zunächst romantische Pferdenarren ("Tex"), aber auch Vorstadt-Rowdys, missratene Farmersöhne und pubertierende Rotzlöffel sowie unverstandene Rebellen ("The Outsiders", "Rumble Fish") und Zocker im Spielerparadies Chicago ("Wild Man Blues"), bevor er mit der Rolle des Junkies und Diebs in "Drugstore Cowboy" zu dramatischen Charakterrollen wechselte und dann die verantwortungslosen Teenies gegen ehrgeizige Yuppies tauschte, die sich nach oben morden ("Der Kuss vor dem Tode").
Vielseitig vom FBI-Agenten ("Golden Gate") bis zum lockeren "Single" in Seattle, der Probleme mit Karriere und Freundin hat, parodierte der Virtuose Brad Pitt und Johnny Depp mit seiner Rolle des Oscar-Preisträgers in "In & Out".
Als Lehrer wurde in dem Sex-Thriller "Wild Things" von Denise Richards und Neve Campbell erst mit Sex um den Verstand gebracht und dann ermordet. In "Verrückt nach Mary" war Matt der schmierigste der Verehrer von Cameron Diaz.
In der schwarzen Komödie "Employee of the Month" spielte er einen gefeuerten Bankangestellten, bei dem die Sicherungen durchbrennen. Für seinen verbitterten rassistischen Polizisten im Ensembledrama " Crash" wurde Dillon jetzt sogar für einen Oscar nominiert.
Etwas familienfreundlicher präsentierte er sich in der Autokomödie "Herbie Fully Loaded" als Konkurrent von Nachwuchsrennfahrerin Lindsay Lohan - nur um im Anschluss zu alter Form aufzulaufen: In Bent Hamers Charles Bukowski-Verfilmung "Factotum" brillierte der 42-Jährige als Henry Chinasky, Bukowskis Alter Ego, dessen Leben bestimmt wird von Alkohol, Frauen, billigen Absteigen und menschenunwürdigen Billigjobs.
2001 gab Dillon, der als Twen eine Disco auseinandergenommen haben soll, sein Regiedebüt mit dem düsteren Thriller "City of Ghosts" (in Deutschland Videopremiere), in dem er auch die Hauptrolle spielte.
Der amerikanische Schriftsteller Brett Easton Ellis ("American Psycho") hat über ihn geschrieben: "Die Kamera schmeichelt ihm so sehr, dass es praktisch unmöglich ist, sich an seine Filmpartnerinnen zu erinnern."
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