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Biografie

Mit Leonardo scheiterte sie an der Welt, mit Arnold rettete sie die Menschheit. In den Medien wird sie für ihre Auftritte als "Great Danes" verehrt. Dass sie zu den Großen Hollywoods gehört, stellt sie in der Dramödie "Die Familie Stone - Verloben verboten!" ein weiteres Mal unter Beweis.

"Angela" hieß und ein Engel war sie in der TV-Serie "Willkommen im Leben", die von einer 15-Jährigen handelte, die im Chaos ihrer Gefühle nach Ordnung sucht. Von den Kritikern gelobt, von der Quote bestraft, war das Leben dieses Teenagers nach 19 Episoden beendet. Für Danes und ihre TV-Flamme Jared Leto ("Panic Room") aber bedeutete der Flop den Durchbruch, was die Ironie des Serientitels vollkommen machte.

"Als Jugendliche fühlte ich mich erbärmlich", erinnerte sie sich später. "Mit meinem Umfeld in der Highschool kam ich nicht zurecht. Ich war ein merkwürdiges Geschöpf und wie die meisten Teenager gerade deshalb eine gequälte Seele."

Früh übt sich

Außergewöhnlich an diesem so natürlichen Mädchen waren das darstellerische Können und erstaunliche Prioritäten: Eine Karriere strebte Claire an, bevor sie das Wort buchstabieren konnte. Mit Bruder Asa wuchs sie im New Yorker Stadtteil SoHo auf, einem künstlerisch kreativen Milieu.

Mit sechs Jahren trainierte sie bereits Modern Dance, mit zehn schnupperte sie in Kurse der berühmten Schauspielschule von Lee Strassberg hinein. Während ihrer Zeit an der Professional Performing Arts School trat die New Yorkerin bereits auf der Bühne auf.

Vernunftgesteuerte Jugend

Cheerleaderträume, Partyabstürze und erotische Expeditionen gab es in ihrer Welt nicht. Danes war erwachsen, lange bevor sie es sein musste: "Ich hatte einige Mentoren und verließ mich auf ältere Leute - meine Mutter war ein gutes Vorbild für mich."

Im Filmgeschäft fand die wandelnde Vernunft verwandte, früh gereifte Seelen. Mit Winona Ryder, Exjungstar und Partnerin in "Betty und ihre Schwestern", war sie befreundet. Dazu spielte sie mit Ryders-Rock-Beau Dave Pirner in einem Videoclip, und mit Matt Damon, dem Neuen in Ryders Rudel, trat sie in "Der Regenmacher" auf.

Mentorin Foster

Besonders prägend war Jodie Foster, ihre Regisseurin in "Familienfest - und andere Schwierigkeiten". Wie Foster ließ Danes sich von der Mutter managen, studierte in Yale und wird auch darstellerisch oft in einem Atemzug mit der Schauspielerin aus "Flightplan - Ohne jede Spur" genannt.

"Wäre ich nach Princeton gegangen, würde man mich mit Brooke Shields vergleichen", kommentiert Danes gelassen solche Etiketten.

Nach ihren ersten Filmen - vor allem "Romeo & Julia" - auf leidende Engel abonniert, befreite sie sich von Schubladen dieser Art: als hysterische Klette in "U-Turn", Rebellin in "Brokedown Palace" und als Streetgirl in "Mod Squad".

Vom Engel zur Männerfantasie

Nach diesen Flops konzentrierte sich Claire auf Studium und Musikerfreund Ben Lee - sehr zum Leidwesen dubioser Fans, die sie per Telefon zu Provinzpartys in Wisconsin einladen wollten oder auf CD merkwürdige Fixierungen enthüllten, wie die Alternativrocker "Size 14" im Song "Claire Danes Poster" ("Every once in a while I pretend she's my hand").

Obwohl Danes auch in der Öffentlichkeit heftig für Lover Lee schwärmte, war es mit der Liebe bald vorbei. Beziehungsvariationen suchte die 26-Jährige fortan nur noch beruflich: Sie war die Tochter von Meryl Streep ("The Hours"), die Frau von Joaquin Phoenix ("It's all about love") und die Kampfgefährtin einer Maschine ("Terminator 3").

Kinoabende mit Claire

Danes war fleißig, und ihre Fans dürfen sich auf einige Filme der natürlichen Schönheit freuen. In dem Drama "Stage Beauty" erkämpft sie sich das Recht, als Frau im 17. Jahrhundert auf der Bühne zu stehen. Aktuell unterstützt sie aber Sarah Jessica Parker als Schwester in "Die Familie Stone - Verloben verboten!". Bald ist Claire außerdem als Geliebte von Steve Martin in "Shopgirl" auf der Leinwand zu sehen.

Auch ihr persönliches Glück hat die New Yorkerin inzwischen wiedergefunden: Bei den Dreharbeiten zu "Stage Beauty" lernte Claire Danes Billy Crudup kennen und lieben. Der kantige Frauenschwarm verkörpert in der Romantikkomödie den schwulen Theaterstar Ned, der von Claires Filmfigur Maria grenzenlos bewundert wird. Im wahren Leben entpuppte sich Billy zur Freude Claires jedoch als durch und durch heterosexuell.

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