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Jennifer Connelly Biografie

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Biografie

Dass sie seit fünf Jahren als "Jenny unter Schock" die gequälte Seele spielt und sich deshalb nach einer leichteren Rolle sehnt, ist eine Ironie in ihrer Biographie. Kämpfte die schöne Erbin der Liz-Taylor-Gene doch lange darum, als Schauspielerin ernst genommen zu werden.

Weil sie früh fast barocke Formen entwickelte, war sie in Hollywood der Unschuldsengel, der die Sünde am Leib trug - zu überprüfen in Komödien wie "Some Girls" oder "Kevins Cousin allein im Supermarkt" (von ihr leidenschaftlich gehasst), in der Comic-Adaption "Rocketeer" und in "The Hot Spot - Spiel mit dem Feuer". In Dennis Hoppers schwülem Krimi verdrehte sie als Kleinstadt-Reh Don Johnson die Augen - und mit textilfreiem Strandauftritt auch der ganzen Filmwelt.

So wurde ein Internet-Babe geboren, das ähnlich freizügige Einblicke in vier weiteren Filmen bot, darunter "Nach eigenen Regeln". "Ich bereue nichts", blickt sie zurück. "Früher war ich schüchtern und ängstlich. Ich war ein gutes Kind, aber das kann zu einer Reserviertheit führen, die hemmt. Meine Entfesselung geschah schrittweise".

Jungenhaftes Mädchen aus Brooklyn

Jenny war ein verhinderter Junge, tollte in den Wäldern Woodstocks herum, wohin ihre Familie für zwei Jahre gezogen war. Dort lebt ihr Vater nach der Scheidung heute wieder, ihre Mutter dagegen in Big Sur, Kalifornien - beides legendäre Hippie-Zentren.

Eine ähnlich schicksalshafte Fügung zeigte auch ihre Kindheit, die sie zum Großteil in Brooklyn Heights verbrachte - südlich der Brooklyn Bridge, die in ihrem Kinodebüt "Es war einmal in Amerika" eine Hauptrolle spielen sollte. Dem Rat eines Freundes folgend, meldeten die Eltern die Zehnjährige für Model-Aufträge an. So sah man sie in Magazinen, Katalogen, TV-Spots und schließlich auch als hochnäsige Jungballerina im Epos von Sergio Leone.

Perfektionistin auf Männerfang

Von ihm schwärmt sie noch heute, wie auch von Horrorguru Dario Argento, der sie in "Phenomena" hellseherisch schlafwandeln ließ. Nach dem Märchen "Die Reise ins Labyrinth" wurde sie in Japan ein Teen-Idol, brachte dort sogar eine Single heraus. Trotz des Rummels blieb sie eine gute Schülerin, deren geistig-künstlerische Entwicklung in einer Elite-Schmiede gefördert wurde. Ihr Physikstudium in Yale brach sie aber ab, ebenso ihr Literaturstudium in Stanford.

Grund war ihr zwanghafter Perfektionismus, der auch ihr Beziehungsleben bestimmte. Bei "Rocketeer"-Star Bill Campbell, Fotograf David Dougan (Vater ihres 14-jährigen Sohns Kai) und Kollege Josh Charles suchte sie den Idealmann. Sie fand ihn schließlich ein Jahr nach Ende der Dreharbeiten bei Paul Bettany, ihrem Partner aus "A Beautiful Mind". Mit ihm, dem gemeinsamen Sohn Stellan (nach Stellan Skarsgård) und Kai lebt der Jogging- und Philosophiefan im 2004 gekauften Haus in Brooklyn.

Besser spät als nie

So früh sie sich als Frau entwickelte, so spät geschah dies als Schauspielerin. In "Dark City" und anderen Filmen erfüllte sie als attraktive Deko vor allem Repräsentationspflichten.

Doch die Jahrtausendwende war schließlich auch die ihre. Nach "Waking the Dead" (als ermordete politische Aktivistin) trat sie als erschütternder Junkie in "Requiem for a Dream" endlich aus dem Schatten. Es folgte ihre berührende Tour der Leiden als Grobian-Girl in "Hulk", als Alkoholikerin in "Haus aus Sand und Nebel" und als Frau eines gestörten Genies in "A Beautiful Mind".

Schauspielerin mit Verstand

Damit eroberte sie den Oscar und auch ihren Regisseur Ron Howard:

"Es gibt einige Schauspieler, die ihre Smartheit wie ein Abzeichen zur Schau tragen", sagt Howard. "Es ist eine Rolle für sie. Auf Jennifer trifft dies nicht zu. Sie hat Spaß an ihrer Intelligenz, und das macht sie nachdenklich und tiefgründig als Schauspielerin und als Mensch."

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