An Beziehungskisten wird im deutschen Kino mit handwerklicher Gründlichkeit komödiantisch viel und gern gezimmert, bis auch der letzte Deckel auf den letzten Topf paßgenau und publikumsfreundlich festgeheftet ist. Daß auch Dany Levi als Berliner Filmemacher dieses Genre zu bedienen weiß, hat er zuletzt 1988 mit der von Kritik und Publikum eher hin- als angenommenen Beziehungskomödie "RobbyKallePaul" gezeigt. In "Stille Nacht" verlädt Levy nun wieder eine Dreier-Beziehungskiste; ein auf den ersten Blick recht sperriges Ding, das vom Format her zunächst dadurch auffällt, daß es die einzige reine Nicht-Komödie ist, die dieses Frühjahr unter immerhin fünf deutschen Mitbewerbern startet.


