Frappierend, wie hier ein weißer Autor die Welt der Schwarzen in den USA mit einer ganz direkten Authentizität beschreibt. Marc Levin hat sich bisher in zahlreichen preisgekrönten Dokumentarfilmen mit den Problemen und Realitäten jugendlicher Außenseiter, Street Gangs, Gefängnissen und Jugendrechtsprechung beschäftigt. In "Slam" verbindet er diesen dokumentarischen Stil des "direct cinema" eines Drew oder Pennebaker mit einer inszenierten Geschichte. Entstanden ist ein sehr emotionaler, spannender Film, der sich mit konstruktiv vitalem Engagement für eine realistische Situation der Schwarzen stark macht. Schauplätze sind dieGefängnis- und Ghetto-Szene in Washington D.C., beobachtet mit pulsierender Intensität. Dafür gewann "Slam" den Großen Preis des Sundance-Festivals und dürfte auch bei uns nicht nur in reinen Arthouse-Kinos Chancen haben.



