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Scary Movie Filmkritik

Scary Movie Filmkritik

Film
Scary Movie
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2008-04-15 16:55:19
Bewertung
2/5 2 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Aus dem Weg, Farrelly-Brüder, jetzt kommt die Wayans-Sippe! Was sich Fox für den Carrey-Klamauk "Ich beide & sie" erhofft hatte, gelang jetzt der "SNL"- und "In Living Color"-gestählten Wayans-Komikerfamilie mit ihrer aggressiv anzüglichen Lachattacke, einer. hochexplosiv komischen Fusion aus Teenhorrorparodie und Sexklamotte. Nicht nur eröffnen sie damit dem Mainstream neue krudeste Humorhorizonte, sondern landeten mit einem Einspiel von 42,5 Mio. Dollar das beste Startergebnis überhaupt eines Films mit R-Rating, nachdem Miramax den Film in weiser Voraussicht vom geplanten Aprilstart in den Sommer verlegt worden war.

Eine Parodie auf den längst legendären "Scream"-Prolog mit Drew Barrymore läutet die Gagoffensive ein und gibt bereits offenherzigen Aufschluss, dass den Filmemachern in Folge so gut wie nichts als unantastbar gilt. Drew "Barrymore" Decker (Busenbomber Carmen Elektra) telefoniert mit dem Killer (Markenzeichen: schwarzes Cape und "Der Schrei"-Maske) und macht dabei keinen großen Wind, ihren Blähungen und selbstironischen Seitenhieben freien Lauf zu lassen. Als der Mörder ihr sein Messer in die Brust sticht, muss er schockiert feststellen, dass er ein Brustimplantant aufspießt. Weiter geht es in der insgesamt sechs Drehbuchautoren (darunter die beiden auch vor der Kamera agierenden Wayans-Brüder Shawn und Marlon) zugeschriebenen Story mit der Vorstellung von drei Highschool-Pärchen (die, wie clever angemerkt wird, in bester Hollywood-Tradition von Schauspielern in ihren Zwanzigern und Dreißigern gespielt werden) vorzustellen. Da wäre die spröde Jungfer à la Neve Campell und ihr halbwegs geduldiger Freund, die biestige Sexbombe Buffy und ihr anatomisch zu kurz gekommener Sportass-Anhang sowie die stereotyp bärbeißige Schwarze und ihr Football spielender Lover, der sich über seine sexuelle Identität im Unklaren ist. Sie alle teilen sich ein dunkles "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast"-Geheimnis und werden einer nach dem anderen vom Killer heimgesucht.

Zwischen den Metzelszenen wechselt Regisseur Keenen Ivory Wayans, der sein Debüt mit der liebevollen Blaxploitation-Parodie "Ghetto Busters" gab, vergnügt-munter vulgäre Obzönitäten (ein erigierter Penis kommt als Waffe zum Einsatz) mit grotesken visuellen Gags (eine Turnlehrerin lässt buchstäblich ihre Männlichkeit heraushängen) und Schüttelreflex erzeugenden Ekelhaftigkeiten (sturzbachartig tropfender grüner Rotz) ab.. "Scary Movie" (einst der Arbeitstitel für den Original-"Scream") baut stark auf dem Film auf, der Ende 1996 die Renaissance des Teenhorror auslöste. Fehlen dürfen auch die obligatorischen Popkulturreferenzen (Szenen aus z.B. "Matrix", "Amistad", "The Sixth Sense" und "Blair Witch Project" werden im Stile der frühen Zucker-Abrahams-Zucker-Filme parodiert) und augenzwinkernde Verballhornungen der postmodernen "Scream"-Plaudereien nicht. Die Figuren von David Arquettes Sheriff und von Courteney Cox-Arquettes Reporterin werden von der Wayans-Rasselbande dem ätzendsten Satirebad ausgesetzt, indems sie als der analfixierte zurückgebliebene Hilfscop Doofy und die ehrgeizige TV-Schlampe Gail Hailstorm spöttisch zu neuem Leben erweckt werden. Auch wenn sich die meisten Gags weit unter dem Radar des guten Geschmacks bewegen, gelingt den Filmemachern eine erstaunlich hohe Anzahl von ansteckend albernen Treffern. So unwiderstehlich und ansteckend ist die trotz allem gute Laune des Films, dass auch in Deutschland ein Smashhit garantiert ist, wenn ab Oktober die Kunst des fürchterlichen Lachens gelehrt wird. ara.

Copyright © www.kino.de 2008.



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