Mit seinem Spionagethriller präsentiert der französische Regisseur Santiago Amigoren eine fiktive Version dessen, was sich vor den Anschlägen auf das World Trade Center im Reich der Geheimbünde abgespielt haben könne. Sinnlich inszeniert und in bläuliche Töne getaucht, erzählt er eine anrührende Geschichte, die - halb Familienzwist, halb intellektuelles Drama - ständig zwischen den Genres tanzt und am Ende so viel mehr zu sein scheint, als der nächste ultimative Agententhriller. Die Konsequenz der französischen Sinnlichkeit sind brutale Szenen, die trotz aller Gewalt wunderschön anzusehen sind. Zudem Schießereien, die dank feinfühliger Klavierklänge wie ein gewaltiges Feuerwerk wirken. Mit Juliette Binoche und Nick Nolte hochkarätig besetzt, kann der Film sogar über die wenigen Längen hinwegtäuschen, die sich in der zweiten Hälfte der geschickt konstruierten Geschichte ergeben. Fazit: Selten war Spionage so sinnlich!
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