Bald ist es vollbracht: Paulus ist der vorerst letzte Titelheld des mittlerweile zwanzig Filme umfassenden Bibelprojekts von Leo Kirch. Als abschließendes Epos wird nur noch die "Apokalypse" (nach der Offenbarung des Johannes) folgen. Mit "Paulus von Tarsus" aber ist die Reihe nochmals ganz bei sich selbst, zumal der reuige Sünder der perfekte Protagonist ist: wandelt er sich doch vom Christenjäger zum duldungsfähigen Gläubigen. In der Tat muss Paulus einiges einstecken: Er wird gesteinigt, getreten, verprügelt und in einen Abgrund geworfen. Jede Untat, jede Demütigung aber perlt an ihm ab, weil Johannes Brandrups jungenhafte Züge weder erlittenes Leid noch Bekehrung und Weisheit vermitteln. Seine wenig markante Stimme passt außerdem nicht so recht zu einem Prediger, der die Massen zu fesseln vermochte.


