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Octalus - Der Tod aus der Tiefe Filmkritik

Octalus - Der Tod aus der Tiefe Filmkritik

Film
Octalus - Der Tod aus der Tiefe
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2008-06-09 17:52:29
Bewertung
2/5 2 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Stephen Sommers' spezialeffektreicher Horrorthriller zu hoher See hat mit der Boxoffice-Flutwelle "Titanic" eine Gemeinsamkeit: die Jungfernfahrt eines Luxusschiffs gerät für die Passagiere zur tödlichen Katastrophe. Doch das Verderben manifestiert sich hier nicht in Form eines Eisbergs, sondern in Gestalt von blitzschnellen Killerkreaturen, die wie eine Kreuzung aus den gerne Vorbild stehenden "Aliens - Die Rückkehr", dem gigantischen Octopus aus "20.000 Meilen unter dem Meer" und der gefräßigen Riesenschlange aus "Anaconda" wirken.

Dramaturgisch verläßt sich Regisseur und Autor Sommers ("Das Dschungelbuch") ganz auf das Genre-erprobte "Zehn kleine Negerlein"-Schema, das zuletzt schon bei besagter "Anaconda" und "Das Relikt" gewinnbringend eingesetzt wurde. Seinen Ausgang nimmt das klassische B-Movie mit der Einführung von Treat Williams als Kapitän eines Mietsbootes, dessen Kunden sich aus einer Gang von Torpedo-Terroristen unter dem Kommando von Wes Studi rekrutieren. Ihr Ziel ist die im südchinesischen Meer kreuzende Argonautica, doch bei ihrer Ankunft finden sie nur noch ein in Blut schwimmendes Geisterschiff vor. Bevor die greulichen Geschehnisse auf dem scheinbar menschenleeren Kreuzer in die Gänge kommen, trifft die Söldner-Crew, unter denen sich kurzfristig auch "Amistad"-Star Djimon Hounsou befindet, auf den Eigentümer (Anthony Heald, der äußerlich glatt für Nick Nolte durchgehen könnte) und eine sexy Trickdiebin (männermordendes Bond-Girl Famke Janssen aus "Goldeneye"). Die blutrünstigen Monster sind zunächst lediglich durch schrammende Geräusche, Wasserwellen in den gefluteten Schiffsgängen und in einem kurzen Blick auf einen Fangarm auszumachen. Die Figuren von Williams und Janssen und vorübergehend Kevin J. O'Connor, der als ängstlicher Schiffsingenieur für den Comic relief zuständig ist, sind im Doppel-Gefahr-Prinzip gleich zwei Opponenten ausgesetzt: dem kaltblütigen Terroristen und dem glitschigen Gruselgetier. So kommt es neben traditionellen Horrormomenten auch zu Actionszenen, bei denen viel (und häufig planlos) mit Maschinengewehren geballert wird. Einer der Höhepunkte, bei dem ein bedauerliches Opfer halbverdaut und -lebendig wieder ausgespuckt wird, bedient sich bei "Anaconda" und das Vorfinale mit dem Muttermonster erinnert an James Camerons "Alien"-Vorbild. Die Effekte wurden in erster Linie im Computer generiert und sind auch als solche unschwer zu erkennen. Besetzung und Produktionsdesign muten für diese Art von Produktion überdurchschnittlich an und verleihen dem Exploitation-Schocker einen polierten Look. Das US-Publikum zeigte sich von dem recht beliebig zusammengewürfelten Creature-Action-Reißer dennoch nur bedingt begeistert. ara.

Copyright © www.kino.de 2008.



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