Der fröhliche Karneval kann manchmal tödlich sein. Diese Erfahrung macht ein junger Architekt inmitten wild gewordener Narren, die nur eins im Sinn haben: sich auf Teufel komm raus zu amüsieren. Im Kollegenkreis nimmt der junge Roman nach einiger Überwindung an seiner ersten Kölner Karnevalsparty teil und genießt die lockeren Flirts auf der Tanzfläche.
Seine kurze Atempause vor der Tür mündet jedoch in einer Katastrophe, als er in einen Streit zwischen einem minderjährigen Taschendieb und zwei Männern gerät, die den Langfinger brutal zusammenschlagen. Am nächsten Morgen findet Roman dessen Leiche und stürzt sich von Schuldgefühlen geplagt in das Narrentreiben.
Ein surreales, kafkaeskes Psychodrama vor dem Hintergrund des Ausnahmezustandes Karneval: Der erste Spielfilm von Tom Schreiber, der von Wim Wenders' Firma "Road Movies Factory" produziert wurde, spielt mitten im Kölner Narrentreiben und zeigt dessen finsterste Seiten.
Der hintergründige Charme dieses surrealistischen Trips liegt in der Gegenüberstellung von Parallelwelten - dem Wahnsinn des Karnevals und der sich langsam in Wahn und Paranoia verstrickenden Hauptfigur, deren selektive Wahrnehmung zu abstrusen Deutungen der Gegenwart führt.
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