Alex (Juliane Köhler) will sich nicht verlieren, sondern ihre Gefühle kontrollieren, deshalb vermeidet sie Nähe. Ganz anders dagegen Piet (Axel Prahl), für den Liebe eine Art alles zusammenhaltender Emotional-Klebstoff ist und der fast bis zur Nötigung Nähe sucht. Dass die beiden überhaupt zusammen kommen, liegt an seinem Sohn Tom (Leonard Carow), der sich an Alex' Fersen hängt und sie als Mutterersatz betrachtet.
Die spröde Frau ist gerade nach einem Gefängnisaufenthalt in das Häuschen ihrer Großmutter in einer ostdeutsche Provinzstadt zurückgekehrt, den Ort unbeschwerter Kindheit. Sie will nur eines, nämlich vergessen. Währenddessen muss Piet mit dem Selbstmord seiner Frau klarkommen.
Sylke Enders' dritter Spielfilm handelt nicht mehr von Teenie-Problemen wie "Kroko" oder "Hab mich lieb!", sondern von zwei reifen Menschen mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Liebe. Dank der starken Performance des Ensembles, allen voran Juliane Köhler und Axel Prahl, packt das ein wenig sperrige, psychologische Drama.
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