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Am Anfang kam "Krieg der Welten". Eigentlich suchten Tom Cruise und Steven Spielberg nur einen Autor für ihren Science-Fiction-Thriller. Und Abrams, Schöpfer von Kult-TV-Serien wie "Alias", schien der geeignete Kandidat. Doch erst danach sollte sich der Superstar die gesamte erste Staffel der Agenten-Serie ansehen. Er war so elektrisiert, dass er gar nicht mehr damit aufhören konnte.
Mit Abrams "Krieg"-Einsatz wurde es zwar trotzdem nichts, doch als der vorgesehene Regisseur für "Mission: Impossible III" ausstieg, war sein Nachfolger klar. J.J. Abrams und sein Autorenduo Alex Kurtzman und Roberto Orci krempelten die Geschichte noch einmal komplett um.
Von vornherein stand fest, dass sich die dritte Mission von den beiden Vorgängern abheben sollte. Am Anfang der Geschichte hat Agent Ethan Hunt gar keine Lust auf große Abenteuer mehr - er hat sich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen und trainiert den Nachwuchs. Viel stärker bewegt ihn die Frage, wann er seine Freundin (Michelle Monaghan) heiraten soll.
Doch dann bekommt er es mit einem Gegner zu tun, der ihn alle Vorsätze über den Haufen werfen lässt: den psychotischen Waffen- und Informationshändler Owen Davian, gespielt von Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman.
Das Verhörduell zwischen beiden Kontrahenten darf als einer der Höhepunkte des Films gelten, denn J.J. Abrams verleiht seinen Figuren eine emotionale Intensität, wie sie für die Agenten-Reihe nicht gerade selbstverständlich war. Überhaupt verzichtet "Mission:Impossible III" auf den bombastischen Action-Schnickschnack der früheren Teile.
Was nicht heißt, dass es dem Film an Spektakel-Elementen mangelt. Verfolgungsjagden durch Rom und Shanghai gehören ebenso zur Plot-Palette wie ein Luftangriff auf der Chesapeake Bay Bridge in Virginia. Doch gerade weil Abrams einen realistischeren Ansatz wählt, vergleichbar der "Bourne"-Serie, werden die Spannungsmomente noch überzeugender.J.J. Abrams setzte dafür auch das Schnitt-Team seiner Hitserie "Lost" ein.
Zu der neuen Tonalität passt es, dass Tom Cruise seine wichtigsten Stunts selbst übernahm: Ohne sichtbare Verschleißerscheinungen schwingt sich der Star von einem Wolkenkratzer zum nächsten, sprintet über Häuserdächer oder absolviert seinen schon legendären Abseilakt - Ort des Einbruchs ist diesmal der Vatikan. Und das dürften nicht seine letzten Akrobatikeinlagen gewesen sein. Nach der Wirkung dieses Teils zu schließen, ist die nächste "Mission" schon vorprogrammiert.
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