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Miracle - Ein Engel für Dennis P. Filmkritik

Miracle - Ein Engel für Dennis P. Filmkritik

Film
Miracle - Ein Engel für Dennis P.
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2006-06-05 16:37:38
Bewertung
3/5 3 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Aus Skandinavien, einer Schatzgrube der Kreativität, rast ein Skateboard auf das vereiste Deutschland zu. Auf ihm steht und rappt Dennis P., der mit seiner Geschichte die Lachmuskeln und das Trommelfell des Publikums gleichzeitig zum Schwingen bringen wird. Sein Leben ist so aufregend, dass es mit Bildern und Worten allein kaum auszudrücken wäre: Deshalb lässt Regisseurin Natasha Arthy ihre Darsteller in überdrehte Lieder ausbrechen, wenn die Spannung nicht mehr zu ertragen ist.

Dem zwölfjährigen Dennis Petersen, der so gerne flucht, stinkt einiges in Dänemark: seine unbefriedigte, seinem toten Vater nachtrauernde Mutter, sein sadistischer Mathematiklehrer, sein aussichtsloser Kampf gegen seinen besten Freund Mick um die Gunst der lustigen Karen Elise, vor allem aber die Tatsache, dass er immer noch keine Schamhaare hat. Die himmlischen Mächte erhören sein Gebet und schicken ihm einen Schutzengel, der seinem verstorbenen Vater zum Verwechseln ähnlich sieht und auf einer weißen Harley in die Kirche einfährt, während Fanfaren eine dröhnende Kostprobe dänischer Rockmusik liefern. Unter der Bedingung, zukünftig das Fluchen zu unterlassen, stattet der Engel Dennis P. mit der Lizenz für mittlere Wunder aus. Wie so üblich mit den eigenen Wünschen, die plötzlich in Erfüllung gehen, läuft aber nach einiger Zeit einiges schief. So schief, dass Dennis doch mal wieder ein kleiner Fluch herausrutscht... Je holpriger sich Dennis' Weg zu seinem Glück gestaltet, um so leichter fällt es dem Publikum, sich den mitreißenden, milde ausgedrückt "eklektischen" Song-Einlagen in umwerfend geschmacklosen Kostümen sowie der märchenhaften und absurden Geschichte hinzugeben. Erstklassige dänische Schauspieler wie die aus Dogma-Filmen bekannten Sidse Babett Knudsen ("Mifune") und Thomas Bo Larsen ("Das Fest") schaffen es mit kaum sichtbarer Mühe aber mit erkennbarer Lust am Gesang, als kongeniale Partner vom coolsten Hauptdarsteller Kopenhagens, Stefan Pagels Andersen, zu bestehen. Natasha Arthys erster Spielfilm ist bunt, schnell, hemmungslos übertrieben und rasend komisch und trifft seine Zielgruppe nicht nur direkt in Herz und Ohr, sondern auch an noch entscheidenderen Stellen. csz.

Copyright © www.kino.de 2006.



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