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Lange bevor der Stolz Japans Technologietitanen waren, sah man im Land der aufgehenden Sonne zu anderen Helden auf. Zu Elitekriegern, die hohe Ansprüche an Leben und Tod stellten.
Der Samurai, der Urvater des Klingonen, ist durch die Meisterwerke Akira Kurosawas unsterblich geworden, wird aber nun in einem bildgewaltigen Abenteuerepos aus Hollywood vergleichbar eindrucksvoll geehrt.
Zurück ins Jahr 1876 führt die von Edward Zwick mit großem Atem erzählte Geschichte eines US-Offiziers (Tom Cruise), der vom idealisierten Soldaten zum ernüchterten Söldner geworden ist. Verfolgt von den Erinnerungen an Bürger- und Indianerkrieg, flüchtet sich Captain Algren in den Alkohol und einen Auftrag, der keine Ehre, aber schnelles Geld verspricht.
Im Dienst des japanischen Kaisers soll er eine moderne Armee aufstellen und damit gegen den letzten großen Samuraiführer Katsumoto ziehen. Gegen einen Mann, der Existenz und Traditionen seiner Kaste durch Japans Hinwendung zum Westen bedroht sieht.
In einer überwältigend intensiven Schlachtsequenz erlebt Algren sein Waterloo, sieht seine Männer auf blutgetränktem Boden fallen. Mit Todesverachtung stellt sich Algren der Übermacht und wird dafür von Katsumoto verschont.
Von da an erzählt "Last Samurai" hinter der Geschichte einer Gefangenschaft die einer Befreiung. Im Berglager der Samurai wird Algren seine Selbstachtung wiederfinden, sich, fasziniert von der Kultur, Respekt verdienen und schließlich mit den Kriegern Ehre im Kampf suchen.
Herausgefordert vom Charisma Ken Watanabes (Katsumoto) und anderer japanischer Charakterköpfe, zeigt Cruise eine seiner besten Leistungen. In jeder der mitreißenden Actionsequenzen, von einer furiosen Ninja-Attacke bis hin zum Entscheidungsgemetzel gegen die Tenno-Truppen, gibt Hollywoods Top Gun den Krieger.
Cruise, der einst in "Lockere Geschäfte" in Unterhosen tanzte, ist jetzt ein Mann von Ehre. Und jeder, der dieses große Abenteuer mit ihm teilt, wird sich ähnlich fühlen.
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