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Halle-Neustadt in Sachsen-Anhalt: Jeanette ist Mutter von Tommy, Paul und einer kleinen Tochter. Ihr Beruf ist Busfahrerin. Das Leben der Familienmitglieder steht im Mittelpunkt. Tommy, der mit der Schule nicht viel anzufangen weiß, ist in seinem neunten Schuljahr erst in der siebten Klasse und will einen Antrag auf Verlängerung der Schulzeit stellen.
Sein jüngerer Bruder erhält zwar die Empfehlung zum Gymnasium, schießt aber ohne schulischen Ehrgeiz lieber im Sportverein Tore. Jeanettes 18-jähriger Bruder ist Jung-Nazi ohne ideologische Kenntnisse, ein unreflektierter Mitläufer, und ihre Eltern haben sich nicht mehr viel zu sagen.
Nach "Stau - Jetzt geht's los" (1992) und "Neustadt Stau - der Stand der Dinge" (1999) ist "Kinder. Wie die Zeit vergeht." Thomas Heises dritter Teil über Menschen aus Sachsen-Anhalt. Heise zeigt keine außergewöhnlichen Schicksale oder soziale Randexistenzen, keine spektakulären Ungerechtigkeiten, sondern den Alltag.
Er fordert dabei auch die Geduld des Zuschauers heraus. Der in schwarz-weiß gedrehte Abschluss der Doku-Trilogie wurde in Leipzig mit der Silbernen Taube ausgezeichnet.
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