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Die Kugel ersetzt für den Profikiller den Rentenplan - das zeigt auch John Maddens Thriller nach einer Vorlage von Elmore Leonard.
Sentimentalitätsverzicht, harte Gewalt, faszinierendes Figurenpersonal zwischen clever und geistig überfordert sind zusammen mit einem lakonisch-ironischen Ton die Markenzeichen Elmore Leonards. Qualitäten, die nach erfolgreichen Adaptionen wie "Jackie Brown" oder "Schnappt Shorty" ansatzweise auch diese Verfilmung zeigt, die vor Jahren von Quentin Tarantino umkreist wurde, letztlich aber bei "Shakespeare in Love"-Regisseur John Madden landete. Trotz Prominenz vor und hinter der Kamera und einem Drehbuch, an dem Topautoren wie Hossein Amini, Anthony Minghella und Sydney Pollack arbeiteten, geriet "Killshot" in den Problem-Projekte-Strudel der Weinstein Company und erweist sich Jahre nach Beendigung der Dreharbeiten als Film mit dramaturgischen Wunden, aber sehenswerten Darstellern. Aufmerksamkeitsmagnet ist Mickey Rourke in der Rolle des halbindianischen Auftragskillers Armand, der sich zur Ruhe setzen will, nachdem er den Paten der Toronto-Mafia abserviert hat. Doch der Rückzug ins Privatleben wird sabotiert, weil Armand knapp bei Kasse ist, im Heimatort nicht gern gesehen ist und er die Wege eines größenwahnsinnigen Provinzspinners kreuzt, der ihn letztlich in den Abgrund reißt. Der schlichte Plan von Richie (Joseph Gordon-Levitt), einen Makler zu erpressen, mündet in einer unerwarteten Konfrontation mit Stahlarbeiter Wayne (Thomas Jane), der sich zur Wehr setzt, als die beiden ihn mit dem Makler verwechseln. Nachdem das Duo vor der eintreffenden Polizei flüchten musste, verfolgt Armand nur noch ein Ziel: Wayne und seine Frau (Diane Lane) zu töten. Obwohl dieser Plan nur in der Annahme plausibel wird, dass die Intelligenz der Killer Reflexion nicht zulässt, obwohl das Paar nicht einmal Erpressung wirklich bezeugen könnte und das FBI die Täter längst identifiziert hat, verfolgt Armand sein Zeugenschussprogramm bis zum bitteren Ende - auch nachdem das Paar vom FBI mit neuen Identitäten umgesiedelt wurde. Ein wirklich glaubwürdiger Thriller ist "Killshot" in der vorliegenden Fassung, in der Konsequenz von Nachdrehs und Neuschnitt, nicht, zumal auch das FBI kaum smarter als die beiden Killer wirkt. Trotzdem besitzt der Film noch genügend Kraft, Spannung bis zum Ende zu entwickeln und mit den Darstellungen von Diane Lane und Mickey Rourke zu gefallen, die mehr als 25 Jahre nach "Rumble Fish" unverändert Charisma und Präsenz beweisen. kob.
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