Am 20. November 1971 hatte Klaus Kinskis Bühneninterpretation des Neuen Testaments in der Deutschlandhalle in Berlin Premiere. Doch anstatt gespannt der Darbietung zu lauschen, war ein Teil des zahlreich erschienen Publikums eher auf Provokation aus.
Und so endete die Veranstaltung in einer wilden, gegenseitigen Beschimpfungsorgie. Erst als ein Großteil der Zuschauer den Saal verlassen hatte, konnte Kinski sein Stück vortragen.
Der 1991 verstorbene Klaus Kinski galt als das Enfant Terrible der deutschen Filmlandschaft. So wurde der Künstler in der Öffentlichkeit weniger durch seine Arbeit als durch seine cholerischen Anfälle wahrgenommen. Auch seine Interpretation der Bibel wurde in der politisch aufgeladenen Zeit der 70er vor allem als Provokation empfunden.
Die Ereignisse bei der Premiere von "Jesus Christus Erlöser" waren lange Jahre lediglich in Tonform überliefert. Die gleichnamige Doku veröffentlicht nun die Filmfassung dieses Abends.
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