In drei Episoden begleitet "jeder schweigt von etwas anderem" Familien, die noch Jahre nach dem Mauerfall ihre Vergangenheit totschweigen. Die ehemaligen Gefangenen des DDR-Regimes, die später vom Westen freigekauft wurden, sind bis heute noch nicht so richtig frei. Die alten Wunden sitzen tief, Unausgesprochenes belastet das Verhältnis zu ihren Angehörigen.
So zum Beispiel bei Utz, der 1975 wegen staatsfeindlicher Hetze ins Gefängnis kam und dessen Töchter bis heute seine Vergangenheit nicht thematisieren. Doch wer soll den ersten Schritt machen, und soll man die alten Wunden überhaupt wieder aufreißen?
Ohne störenden Off-Kommentar gelingt es den Regisseuren Marc Bauder und Dörte Franke durch intime Bilder und die geschickte Aneinanderreihung von Ausschnitten aus Interviews, dem Zuschauer das komplexe, wichtige Thema näherzubringen und ihm unbekannte Facetten abzugewinnen. Dabei ist ihr Film nie bedrückend, sondern stets ermutigend.
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