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Jackie Chan's First Strike Filmkritik

Jackie Chan's First Strike Filmkritik

Film
Jackie Chan's First Strike
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2007-09-24 18:21:07
Bewertung
2/5 2 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

"Rumble in the Bronx" war der erste Streich und der nächste folgt zugleich. Ein Jahr nach Jackie Chans international größtem Hit sorgt der 43-jährige Hongkong-Kobold erneut für gefälliges Action-Entertainment der komischen Art, bleibt aber in einer unnötig verschachtelten und konfusen Agentenstory sowohl humoristisch als auch artistisch hinter dem Eindruck des Vorgängers zurück. Die Ertragslatte von "Rumble in the Bronx" liegt deshalb mit 348.000 Zuschauern für "First Strike" hoch, bleibt aber dennoch nicht unerreichbar.

"Relax and have fun" ist der Auftrag für Hongkong-Cop Jackie (Jackie Chan) nach dem vermeintlichen Ende eines Observierungsjobs in der Ukraine. In der unmittelbaren Folge ist es zunächst ein Grundproblem dieses Films, den ersten Teil dieser Order mit einer trägen Entspannungsexposition zu erfüllen. Fast 25 Minuten vergehen, bis "First Strike" erstmals Dampf entwickelt, als Jackie in den Bergen der Ukraine in bester Bond-Manier per Snowmobil und Snowboard vor einer Horde Finsterlinge in modifizierter KuKluxKlan-Montur flüchtet, um schließlich direkt vom Hang aus an einem vorbeifliegenden Helikopter anzudocken und - nach dessen Abschuß - in ein frostiges Eisloch eines Bergsees zu stürzen. Neben einer riskanten Sprungmaus-Einlage am Mauerwerk eines Hochhauses der wohl markanteste Stunt dieses Films, der aber in puncto Verblüffungsfaktor von einem später erfolgenden brillant getimten und choreographierten Martial-Arts-Ballett mühelos übertroffen wird. Dort erweist sich Chan erneut als gelehriger Schüler Fred Astaires und hält sich mit Besen, Stangen und einer Leiter(!) eine Horde von Angreifern artistisch vom Leibe. Gegen solche virtuose Körperkunst verblaßt der konfuse, sich von der Ukraine nach Australien verlagernde Plot um einen gestohlenen Nuklearsprengkopf, einen undurchschaubaren Doppelagenten und dessen Familie vollends zur Bedeutungslosigkeit. Wie gewohnt ist Alleinunterhalter Chan sogar in diesem Umfeld ein unterdurchschnittlicher Mime, aber ein überdurchschnittlicher Athlet und Clown, der sich selbst für derbe Albernheiten (trägt Slip mit aufgenähtem Koalabären als Penis-Puffer) nicht zu schade ist. Das Ergebnis ist entspanntes, kurzweiliges Amüsement, das aber zu selten wirklich auf Touren kommt, um inhaltliche und formale Vorbehalte (mäßige Kameraarbeit) zu pulverisieren. kob.

Copyright © www.kino.de 2007.



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