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Haddonfield, eine friedliche Kleinstadt in Illinois. Hier drang 1978 das Böse in die schmucken Häuser ein, jagte Teens, dezimierte Familien, sah den Opfern stumm beim Sterben zu. John Carpenters Suspenseschocker "Halloween" veränderte Amerika, holte das Grauen in die idyllische Vorstadt, die letzte Zuflucht der Unschuld. Rob Zombie, Metal-Man und Horrorfan, verehrt Carpenters Klassiker.
Damit ist er der ideale Kandidat, Michael Myers - den von Fortsetzungen ermüdeten Veteranen der Slasherszene - wieder unter Strom zu stellen. Wer Zombies Referenzen kennt, "Das Haus der 1000 Leichen" und "The Devil's Rejects", weiß, dass ihn keine Gute-Nacht-Geschichte erwartet.
Der Albtraum beginnt mit einem Blick auf eine gestörte Kindheit. Die Mutter ist Stripperin, der Stiefvater Alkoholiker, die ältere Schwester ein Quälgeist, die Schule die Hölle. Michael Myers ist zehn, als er die Lösung für seine Probleme findet - und in seiner Familie blutig aufräumt.
15 Jahre sitzt er danach fest in einer Nervenklinik, erträgt stumm die Sitzungen mit seinem Therapeuten Dr. Loomis (Malcolm McDowell), entwickelt sich zu einem muskulösen Hünen. Dann bricht er mit explosiver Brutalität aus und ins nächtliche Haddonfield ein. Zum Familienabend mit seiner Schwester Laurie, damals ein Baby, heute ein Teenager, die mit ihren Freundinnen nichts von der maskierten Bedrohung ahnt.
In Zombies "Halloween" ist Maniac Myers der Star. Ein emotionsloses Kraftpaket, das sich lautlos aus dem Schatten der Häuser schält und zuschlägt, aber sich auch wie ein Kampfpanzer den Weg zu seinen Opfern bahnen kann. Kein Phantom mit übernatürlicher Aura, sondern ein Schlächter, den seine traumatische Wirklichkeit erschuf.
Auch wenn in den Häusern Haddonfields 1000 Leichen nicht zusammenkommen, ist Zombies "Halloween" ein Film zum Fürchten. Unheimlich, intensiv, mit einem Monstrum im Mittelpunkt, das neue Stärke zeigt. Für die meisten Horrorfans war Myers zuletzt eine Art guter alter Bekannter. Nach diesem Film aber will ihn garantiert niemand mehr einladen.
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