Der 15-jährige Lucas (Nahuel Pérez Biscayart) steckt bis zum Hemdkragen in der Pubertät. Dabei macht er sich mehr Gedanken über seine körperliche Entwicklung und die umgebenden Mädels als über seine familiäre Situation mit Eltern, die im Begriff sind, sich nach allen Regeln der Kunst schmutzig zu trennen.
Lucas' Sorgen und Wünsche werden geteilt von seinem Kumpel Nacho (Nahuel Viale). Als die beiden an einem Wochenende die sturmfreie Bude für eine Sause mit viel Klebstoff zum Schnüffeln nutzen, kommen sie sich auch körperlich näher. Das sorgt für Verwirrung.
Von einer durch wenig Abwechslung geprägten Jugend im tristen argentinischen Hinterland berichtet der Autorenfilmer Dos Santos unter starker autobiographischer Einfärbung. In dieser um Authentizität bemühten, in wackelige Handkamerabilder gegossenen Milieustudie geht es sowohl um ziemlich universelle Teenager-Befindlichkeiten als auch die Suche nach sexueller Orientierung.
Wer sich auf die spröde Geschichte ohne spektakuläre Höhepunkte einlässt, wird mit Einblicken ins wahre Leben belohnt, Action- oder Sexfilm-Freunde werden woanders besser bedient.
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