In der Schule wird der Einzelgänger Rico (Frederick Lau) wegen seines eingeschränkten Hörvermögens gehänselt und weil er die "Freischwimmer"-Strecke nicht schafft. Dagegen kriegt der angeberische Robert alles, was er will: das schönste Mädchen, die Medaille beim Wettschwimmen und Anerkennung. Als er Rico den Eclair klaut und selbst futtert, liegt er wenige Sekunden später mausetot am Boden. Das Cremeschnittchen war vergiftet.
Bis das rauskommt, ärgert sich Rico mit dem Sportlehrer herum, der mit seiner Mutter lustvoll das Laken teilt, wird von rachesüchtigen Schülerinnen drangsaliert und flüchtet sich zu seinem von den Mitschülern tyrannisierten Deutschlehrer, mit dem er eine ungewöhnliche Passion teilt: den Modellbau. In dessen Keller sitzt bald unbeweglich und stumm die ganze Klasse als Puppen hinter Schreibpulten.
Anfänglich glaubt man sich in einer Coming-of-Age-Geschichte, bis Grimme-Preisträger Andreas Kleinert ("Verlorene Landschaft", "Wege in die Nacht") daraus einen Psycho-Krimi mit überraschender Lösung macht. Aus surrealen Momenten, Metaphern und verwirrenden Deutungsmöglichkeiten ergibt sich ein Konstrukt aus unerfüllter Sehnsucht, harter Enttäuschung und explodierender Gewalt.
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