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Flipper Filmkritik

Flipper Filmkritik

Film
Flipper
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2007-09-24 18:21:02
Bewertung
2/5 2 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Nach zwei Kinofilmen 1962 und '63, die in die populäre TV-Serie mündeten, wurde "Flipper" zum weltweit bekanntesten Delphin, dessen Name längst als Synonym für die Wassersäuger akzeptiert ist. In der recht unterhaltsamen Neuverfilmung von Alan Shapiro ("Verknallt - The Crush") übernehmen der fabelhafte Kinderstar Elijah Wood ("Das Baumhaus") und Paul "Crocodile Dundee" Hogan die menschlichen Hauptrollen. Die Story wurde entsprechend für die neunziger Jahre mit eingebauter politisch korrekter Öko-Message aufbereitet und könnte als Blaupause von "Free Willy 2" durchgehen.

Für die Porträtierung des verspielten Titeltiers "Flipper" wurde ein animatronischer Roboter kreiert, der sich von den in manchen Szenen verwendeten, echten Delphinen kaum unterscheiden läßt.

Lediglich die schlampige Filmgeschwindigkeitserhöhung beim Auftreten des künstlichen Meeressäugers und des possierlichen Pelikanroboters sind unnötige, entlarvende Patzer. Die souveräne Cinematographie, die das türkisblaue Wasser, den weißen Strand und himmlische Sonnenuntergänge in intensivsten Farben zeichnet, wurde vom "Der weiße Hai"-Kameramann Bill Butler bestritten. In Kombination mit sphärischen Panflötenklängen lassen die teils hypnotisch schönen Unterwasseraufnahmen von Pete Romano fast schon ein kurzfristiges "Im Rausch der Tiefe"-Feeling aufkommen.

Der vierzehnjährige Sandy (Wood) wird von seiner Mutter für die Sommerferien zu seinen rauhbeinigen Onkel Porter (Paul Hogan in einer leicht gezähmten Paraderolle) auf die idyllische insel Coral Key geschickt. Das sarkastische Scheidungs/Stadtkind will seinem höchst unkonventionellen Onkel zunächst schnellstmöglich den Rücken kehren, seine anbahnende Freudschaft mit einem von heimischen Fischern bedrohten Delphin und der gleichaltrigen Kim (Newcomerin Jessica Wesson) ändern seine miese Laune aber schon bald. Doch dann bahnt sich aufgrund illegal auf dem Meeresboden entsorgter Giftmüllfässer eine verheerende Wasserverschmutzung an. Hauptattraktion mag der knuddelige Delphin sein, doch das zentrale Thema kreist um die Autoritätsfigur/Jugendlicher-Beziehung, bei der dem jungen Protagonisten die Lehre von Integrität und Verantwortungsbewußtsein eingetrichtert wird. Zwei im Gesamtkontext entschieden zu gewalttätige Szenen - Delphine werden mit großkalibrigen Gewehren beschossen, und ein Hammerhai führt sich ein blutiges Möwen-Dinner zwischen die mehrfach in einschüchternden Großaufnahmen gezeigten Beißer - werden kleine Kinder mit Sicherheit verstören. Mit dem Einspiel seines großen Bruders, dem Killerwal-Abenteuer "Free Willy 2", sollte es der vergnügt schnatternde Flipper dieses ansonsten recht wohlintentionierten, wenn auch teils etwas schleppenden Kinder-Entertainment hoffentlich aufnehmen können. ara.

Copyright © www.kino.de 2007.



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