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Flash of Genius Filmkritik

In welchem Kino wird dieser Film gespielt?

"Flash of Genius" Filmkritik

Film
Flash of Genius
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2009-10-22 16:51:47
Bewertung
3/5 3 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Jahrelang kämpfte Erfinder Robert Kearns gegen amerikanische Automobilriesen. Eine Geschichte, wie für das Kino geschrieben.

Was 1993 im US-Magazin The New Yorker stand, erregte schnell das Interesse einiger Hollywoodproduzenten. Am hartnäckigsten blieb Marc Abraham. Er erkannte im Kampf eines Mannes, der für Gerechtigkeit und Anerkennung sein Familienleben ruinierte, eine David-gegen-Goliath-Konstellation und wohl auch eine Metapher für den bitter zerstörten Traum von einem ethisch intakten Amerika. Als Robert Kearns (Greg Kinnear), offensichtlich geistesverwirrt, von Polizisten in Gewahrsam genommen wird, geht Abrahams Regiedebüt die Ursachen erforschend drei Jahre zurück, um schließlich, wieder am Ausgangspunkt, von der Therapie eines gebrochenen Mannes durch Widerstand zu erzählen. 1963 beginnt Kearns, glücklich verheirateter Vater von sechs Kindern und Dozent für Ingenieurswesen, an der Entwicklung eines Intervallscheibenwischers zu tüfteln, der sich an unterschiedliche Intensitäten von Regen anpassen kann. 1967 meldet er mehrere Patente an, stellt seine Erfindung dem Großkonzern Ford vor, der wie die Konkurrenz das Problem selbst nicht lösen konnte. Obwohl der Zwerg dem Riesen durchaus misstrauisch begegnet, wird er gefressen. Als sich Ford und die anderen Konzerne Kearns' Erfindung bemächtigten, mutiert der zufriedene Familienmensch zu einem frustrierten Fighter, zieht in einen Krieg, den er - so glauben alle - nie gewinnen kann. Die Wende kommt nach dem Zusammenbruch mit einem Anwalt und Worten, die jeder Zuschauer hören will. "Diese Bastarde...das wird hier und jetzt enden." Tatsächlich dauert es zwölf Jahre, bis Kearns triumphieren kann. Denn Vergleichsangebote in multipler Millionenhöhe schlägt er mehrfach ab, weil es ihm um Gerechtigkeit, eine öffentliche Entschuldigung, ein Zeichen für alle Erfinder geht, die vom Großkapital in den Staub getreten wurden. "Flash of Genius", ein leichtgewichtiger Bruder von "Zivilprozess" oder "Erin Brockovich", heroisiert seinen Protagonisten nicht blind, zeigt auch eine fatale Mischung aus Sturheit und Eitelkeit, die ihn antrieb. Trotzdem ist es ein inspirierender, liebenswert altmodisch im Geist der Zeit erzählter Film mit Kinnear als Fokus zwischen Sympathie und Selbstzerstörung. Dramaturgisch wirkt einiges hollywoodtypisch - der Sektkorkenunfall an Kearns Auge als kreativer Impuls, die Kinder, die seine Sekretäre und Rechercheure spielten, und schließlich Kearns selbst, der am Ende sein eigener Anwalt wurde. Doch im Kern hat sich Kearns' Geschichte tatsächlich so zugetragen, vom Leben geschrieben für das Kino. kob.

Copyright © www.kino.de 2009.



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