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Tim und Gibran haben beide ein Problem: Sie sind gewaltfreudig. Während der verschlossene und sonst eher ruhige Tim zu unberechenbaren Gewaltausbrüchen neigt, ist Gibran der Draufgänger, der seine brutale Ader ganz gezielt kanalisiert. Beide landen sie immer wieder in Erziehungsanstalten, wo sie sich für ihre Taten verantworten müssen.
Dabei werden die Jungen nicht nur als gefühlskalte Täter dargestellt, sondern auch als Opfer schwieriger familiärer Verhältnisse und prägender Vergangenheitserlebnisse - vor allem aber als veränderungswillige Menschen.
Die Regisseure Bernhard Weber und Robi Müller sehen mit ihrer Dokumentation hinter die grauen Statistiken über Jugendgewalt und verleihen den Zahlen Gesichter und Charaktere. Indem sie Tim und Gibran über zwei Jahre hinweg filmisch begleiteten, zeigen sie, dass es möglich ist, einen emotionalen Zugang zu den Jugendlichen herzustellen, ohne sie sofort als Monster zu stigmatisieren. Die Frage nach dem Grund für die brutalen Ausbrüche soll nicht allgemeingültig beantwortet werden, vielmehr sollen Vorurteile abgebaut werden.
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