Scheidungskomödien haben im Kino stets Konjunktur - bilden sie doch ein angenehmes Kontrastprogramm zum sattsam bekannten alltäglich häuslichen Ehe(klein)krieg. Siehe beispielsweise "Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen", siehe "Ein (un)möglicher Härtefall" oder nun "Le Divorce - Eine Affäre in Paris".
"Zwei Amerikanerinnen in Paris" könnte diese luftige, leichtgewichtige Liebeskomödie auch heißen, in dem die eine (schwangere) Schwester (Naomi Watts aus "The Ring") von ihrem niederträchtigen französischen Beau sitzen gelassen wird, während die andere (Goldie- Hawn-Tochter Kate Hudson) unter anderem dem Charme des politisch fragwürdigen, anderweitig verheirateten Onkel (Thierry Lhermitte) erliegt.
Elegant geht's hier zu, stilvoll und very sophisticated - wie beim eingespielten Dreigestirn Ivory/Merchant/Jhabvala ("Zimmer mit Aussicht", "Wiedersehen in Howard's End") immer, das seit Jahrzehnten die Funktionen Regie, Produktion und Drehbuch untereinander aufteilt.
Das All-Star-Ensemble, dem unter anderem Leslie Caron, Glenn Close, Stephen Fry und Matthew Modine angehören, ist mit sichtbarem Spaß bei der Sache, wenn blasierter französischer Adel und amerikanischer Pragmatismus frontal aufeinanderprallen. Mark Twains "Reise durch die alte Welt" lässt grüßen...
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