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Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2 Filmkritik

Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2 Filmkritik

Film
Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2007-08-20 17:55:42
Bewertung
2/5 2 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Zu jung, um Großvater und zu alt, um erneut Vater zu werden - in dieser verzwickten Situation findet sich Steve Martin bei seinem zweiten Filmauftritt als George Banks in der amüsanten, emotionsschwangeren Familienkomödie "Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2" wieder. Kaum hat sich der dauergestreßte George vom Trauma des erfolgreichen ersten Teils erholt, in dem er seiner Tochter Annie (Kimberley Williams) eine aufwendige - und für ihn äußerst anstrengende - Hochzeit ermöglichte, da muß er schon die Kunde von ihrer Schwangerschaft verdauen. Die Aussicht, Großvater zu werden, stürzt ihn in eine köstliche Midlife-Krise, die ihn veranlaßt, seine Haare dunkel einzufärben und ein Fitneßstudio aufzusuchen. Sein neu gewonnener jugendlicher Elan bleibt nicht ohne Folgen: Seine Frau Nina (Sympathiemagnet Diane Keaton) befindet sich kurz darauf ebenfalls in anderen Umständen. Plötzlich erscheint George sein bevorstehender Seniorenstatus gar nicht mehr so unattraktiv, da ein weiteres Kind die sorgenlose Freiheit als Rentner zunichte machen würde. Doch da das Drehbuch von Regisseur Charles Shyer und Produzentin und Ehefrau Nancy Myers (Skript für "I Love Trouble") traditionelle Familienwerte an allererster Stelle setzt, fügt George sich bald hingebungsvoll in seine anstrengende Doppelrolle und hält seine hochschwangeren Lieben bei Laune. Der logistischen Einfachheit halber gebären beide am selben Tag, Tür an Tür im selben Krankenhaus. Mit zwei knuddeligen Babies im Familienkreis ist das zuckersüße Idyll nun absolut perfekt. Die extrem vorhersehbare Story bietet Komikertalent Martin zahlreiche Gelegenheiten zum Einsatz seiner elastischen Gelenke für slapstickartige physische Komödienmomente, die sich immer wieder mit gefühlvollen Momenten abwechseln. Ein Subplot, in dem George das traute Heim an einen arabischen Immobilienhai (herrlich barsch: Eugene Levy) verkauft, überträgt die Sentimentalität über den Verlust der Tochter auf das Haus - für George eine Art Identifikationsobjekt für eine intakte Familie. Aber das Team Shyer/Myers hätte hier keinen Spaß in der Tradition von "Nine Months" gezimmert, würde es nicht bisweilen gnadenlos dick auftragen: Der schmalztriefende musikalische Sentimentalschnickschnack von Alan Silvestri berührt ebenso peinlich wie die in Zeitlupe festgehaltenen Momente, in denen besondere Ergriffenheit dargestellt werden soll. Als Publikumsliebling dürfte sich jedoch erneut Martin Short als geckenhafter Designer/Partyorganisator Franck Eggelhofer erweisen, der neben Steve Martin für die entsprechenden komischen Highlights sorgt. Die technische Realisation mit einem schicken, traditionsverbundenen Produktionsdesign in warmen, transparenten Tönen und die solide Kameraarbeit verleihen dieser bekömmlichen, komödiantischen Hausmannskost eine runde Note. Ein Familien-Favorit für die Feiertage in den USA dürfte somit gewährleistet sein. ara.

Copyright © www.kino.de 2007.



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