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Abenteuerdrama um einen britischen Journalisten, der mit einer Gruppe chinesischer Waisenkinder vor den japanischen Besatzern flieht.
Unter anderem mit deutschen Geldern drehte der kanadische Regisseur Roger Spottiswoode, dessen Bond-Film "Der Morgen stirbt nie" bereits in China spielte, das historische Kriegsabenteuerdrama um einen Menschenretter an Originalschauplätzen. Wie auch Florian Gallenbergers Biopic "John Rabe" basiert die Geschichte auf Fakten - der Biografie des britischen Reporter George Hogg. Die von ihm geretteten Kinder huldigen ihm im Abspann. "Die Kinder der Seidenstraße" beginnt in Nanking, das von den Japanern belagert wird.
Der junge Fotoreporter Hogg ("Tudors"-Heinrich Jonathan Rhys Meyers) dokumentiert eine Massenerschießung der barbarischen Besatzer. Dafür soll ihm kurzer Prozess gemacht werden. Untergrundkämpfer Jack Chen (angegraut: Asiens frühere Nummer eins Chow Yun-Fat) befreit den naiven Abenteurer. Statt an die Front, wo Hogg hin will, schickt Jack den fließend japanisch, aber kein Wort Mandarin sprechenden Heißsporn in ein entlegenes Waisenhaus in den Bergen. Dort soll er der US-Krankenschwester Lee (so ruppig wie verletzlich: Radha Mitchell) helfen, 60 Waisenjungen zu versorgen. Obwohl ein traumatisierter Rädelsführer ihn vor Ort erschlagen will, siegt Hoggs Herz über seinen Verstand und er organisiert das (Über)Leben der Kinder. Einige Fish-out-of-Water-Komik begleitet den Kulturschock schwungvoll. Als die Japaner jedoch ins Landesinnere vorrücken, müssen sie fliehen. Von Chen, Lee und Hogg begleitet, marschieren die Kinder 500 Meilen nach Westen bis zur Wüste Gobi, ein Weg voller Gefahren, den Spottiswoode im klassischen Abenteuerkinostil behandelt. Dazwischen erinnert er immer wieder an den gegenwärtigen Krieg: Schusswechsel, wilde Fluchten, Tieffliegerangriffe auf Flüchtlingstrecks sorgen für pyrotechnische Action. Zwar sind fast alle versehrt an Leib und Seele, aber die Traumata werden nicht weiter vertieft. Das geht zu Lasten der Intensität und hält die Dramatik am kurzen Zügel, um die vielen Ereignisse rasch abwickeln zu können. Dass Arthur Cohn produziert, fällt angesichts der lockeren thematischen Nähe zu "Die Kinder des Monsieur Mathieu" auf. Dazu wandelt die Liebesgeschichte zwischen Meyers und Mitchell auf den Spuren von "Der englische Patient", womit ein breites Spektrum abgedeckt ist. Auch die pazifistische Botschaft des gesamten Filmes ist erfreulich. tk.
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