Wenn sie die Isolation nicht mehr erträgt und Nähe braucht, greift Irm Krischka (Valerie Koch) zum Telefonhörer. Dann verstellt sie ihre Stimme zu der eines kleinen Kindes: Irm gibt vor, alleine im Krankenhaus zu liegen, und bittet die fremden Menschen am anderen Ende der Leitung darum, ihr eine Geschichte zu erzählen. Kurz darauf gibt sie sich als Krankenschwester aus und teilt derselben Person mit, dass das Kind gerade gestorben sei.
Als sie einem ihrer Anruf-Opfer - Sina (Esther Schweins), die um ihren Mann trauert - tatsächlich in einem Waschsalon begegnet, bahnt sich langsam eine Freundschaft zwischen den beiden Frauen an.
Felix Randau zeichnet ein verstörendes Psychogramm einer Außenseiterin, die wildfremde Menschen am Telefon in eine Gefühlsfalle lockt.
Eine virtuose Gratwanderung, psychologisch stimmig, präzise inszeniert, spannend und überraschend mit drei großartigen Darstellerinnen. Valerie Koch in der Titelrolle wurde für ihre nuancierte Performance beim Filmfest München ausgezeichnet.
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