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Als Hommage an den unverwüstlichen Hollywood-Haudegen Kirk Douglas ist dieser Film konzipiert und funktioniert auf dieser Ebene blendend als liebenswerte Schmunzel-Unterhaltung mit melancholischem und nostalgischem Touch. Jungregisseur John Asher, dessen Vater William bereits ganz Amerika mit der legendären "I love Lucy"-Serie zum Lachen brachte, scheint einen gewissen Sinn für komödiantisches Kino geerbt zu haben.
Douglas, auf der diesjährigen Berlinale für sein Lebenswerk geehrt, ist der Mittelpunkt des Films. Mit wunderbarem, oft ansteckendem und nie peinlichem Humor bringt er seine eigene Behinderung nach einem Schlaganfall als Züge eines Selbstporträts passend in die Rolle eines liebenswert störrischen Familienoberhauptes ein. Wenn er gleich zu Anfang mit einem pfiffigen Grinsen die Zunge durch die gespitzten Lippen rhythmisch vorschnellen lässt und später vor einem Logopäden-Video gut gelaunt seine Sprechübungen macht, ist die Sache klar, noch dazu auf amüsante Weise. Regisseur John Asher kann seinem Star nur dankbar sein, dass so viel Wirklichkeit die Fiktion auch tatsächlich vor der Kamera übertreffen durfte. Die Story, die Autor Allen Aaron Katz in seinem ersten Spielfilmdrehbuch hier entwirft, ist nicht die neueste, aber immer wieder gern gesehen, wenn sie mit hervorragenden Schauspielern auf den Punkt besetzt ist. Drei Generationen einer Familie, Großvater, Sohn und Enkelsohn, raufen sich zusammen. Harry Agensky (Douglas), einst Boxweltmeister im Weltergewicht und als "Polish Prince" überall gefeiert, lebt seit dem Tod seiner Frau und einem Schlaganfall bei seinem Sohn in Kanada. Um nicht so schnell von seinen Kindern ins Alterheim abgeschoben zu werden, macht er sich mit seinem geschiedenen Sohn Lance (Dan Aykroyd) und dessen 19-jährigem Sohn auf nach Nevada. Dort nämlich will er die Diamanten einkassieren, die ihm vor langer Zeit in Reno ein Gangster für eine ausgemachte Boxkampfniederlage versprochen hatte.
Ashers Film wird zum abenteuerlichen Roadmovie, und die drei gegensätzlichen Männer begegnen bei ihren komischen und verrückten Eskapaden allerlei schrägen Vögeln, nur nicht den Diamanten. Doch dann wartet der Film mit einer deftigen Szenenfolge in anrüchig plüschigem Ambiente und neuen schauspielerischen Höhepunkten auf: Lauren Bacall als Puffmutter tretet auf. Vor einem halben Jahrhundert hatte sie mit Kirk Douglas in Michael Curtiz' berühmtem "Mann ihrer Träume" ("Young Man With a Horn") über das Leben des Jazztrompeters Bix Beiderbecke vor der Kamera gestanden. Trotz der amüsanten Bordell-Erlebnisse von Vater und Sohn gehört der Film den beiden alten Hollywood-Stars, und um das Auffinden der Diamanten und ein schönes Happy End braucht man nicht mehr zu fürchten. Das dürfte einem großen Publikum gefallen. fh.
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