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Der Rote Baron Filmkritik

Der Rote Baron Filmkritik

Film
Der Rote Baron
Autor
anonymous
Filmkritik vom
2008-09-18 17:26:57
Bewertung
3/5 3 stars
Quelle
www.kino.de
Filmkritik

Er war ein Volksheld, ein Superstar, ein Jugendidol und - der tollkühnste Flieger aller Zeiten: Manfred von Richthofen. Der passionierte Pilot brachte es im Ersten Weltkrieg auf unglaubliche 80 Luftkampf-Siege, bevor er am 21. April 1918 kurz vor seinem 26. Geburtstag sein Leben ließ. Diesem legendären Talent der Lüfte hat nun der in den USA lebende und wirkende Autor und Regisseur Nikolai Müllerschön ein großartiges und zeitgemäßes Denkmal gesetzt.

"Der rote Baron" nennt er sein tricktechnisch enorm aufwändiges und sensationell hochkarätig besetztes Werk, nach dem Spitznamen des über die Grenzen hinaus bekannten fliegenden Freiherrn, dessen Markenzeichen eine puterrote Fokker DR-I Dreidecker war. Einen besonderen Coup konnte Müllerschön mit der Besetzung der Titelrolle landen. Denn Matthias Schweighöfer gehört nach bemerkenswerten Auftritten in Kinofilmen wie "Soloalbum" und "Das wilde Leben" nicht nur zu den talentiertesten Nachwuchsschauspielern Deutschlands, er ist von Richthofen auch wie aus dem Gesicht geschnitten.

Respekt vom Gegner

Der Film beginnt im Jahre 1916. Freiherr Manfred von Richthofen, gerade einmal 24 Jahre alt, ist auf der Höhe seines Ruhms. Sein einzigartiges Können flößt sogar den Kriegsgegnern Respekt ein - wie etwa dem kanadischen Piloten der Alliierten Captain Roy Brown (Joseph Fiennes), der vom roten Baron abgeschossen wird. Doch für von Richthofen und seine Kameraden Voss (Til Schweiger), Sternberg (Maxim Mehmet) und Lehmann (Hanno Koffler) sind diese waghalsigen Manöver über den Wolken lediglich eine Art sportlicher Wettkampf, vom Grauen des Krieges, der sich vornehmlich unten am Boden abspielt, bekommen sie kaum etwas mit.

Das ändert sich, als von Richthofen die Krankenschwester Käte (Lena Headey aus "300") kennen und lieben lernt. Diese führt ihm vor Augen, welch furchtbare Dinge der Krieg mit den Menschen anstellt. Doch noch ehe dem roten Baron dies so richtig bewusst wird, haben ihn Politik und Militär längst für ihre Propaganda-Zwecke missbraucht...

Liebe zum Detail

Neben einer ans Herz gehenden Liebesgeschichte zwischen dem wackeren Piloten und der kessen Sanitäterin verblüfft "Der rote Baron" durch seine akribische Detailversessenheit - so wurden allein 1100 historische Uniformen genäht und der Berliner Potsdamer Platz von 1916 rekonstruiert.

Geradezu sensationell aber sind seine großartigen Luftkampfsequenzen mit Nachbildungen vom berühmten "Fliegenden Zirkus", der dank perfekter CGI-Technik täuschend echt über die Leinwand donnert. Selten war deutsches Kino so mitreißend, dramatisch und spektakulär.

Copyright © www.kino.de 2008.



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