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Dutzende Unterarten der Spezies Wale und Delfine bevölkern die meeresspiegelnahe See und lassen sich in Jean-Jacques Mantellos Dokumentation dreidimensional bewundern.
Der renommierte französische Videopionier Mantello gilt als Grandseigneur des stereoskopischen Unterwasserfilms und kann auf eine beeindruckende, über dreißig 3D-Projekte umfassende Filmographie zurückblicken, darunter zuletzt "Ocean Wonderland 3D" und "Haie 3D: Jäger aus der Tiefe". Der augenblickliche Boom von Naturdokus wie "Unsere Erde" und das auch in hohen Budgetetagen erfolgreiche Revival des 3D-Films ("Die Legende von Beowulf") sollten für eine günstige Ausgangssituation beim Publikum sorgen, das die Schönheit des Biotops Weltmeere hautnah erfahren möchte.
Bei einer Laufzeit von nur 40 Minuten bleibt die Kamera ausnahmslos unter der Wasseroberfläche, was für den Betrachter je nach Wassertiefe ein graublaues Farbspektrum bedeutet, das mal mehr, mal weniger milchig und schummrig ausfällt. Anstatt bunten Hochglanz funkelnder Korallenriffe zu zeigen, hat sich Mantello für einen authentischen Blick ins Meer entschieden und der ist eben nicht sonderlich herausgeputzt. Was nicht bedeutet, es gäbe hier keine Pracht zu bewundern. Aber eben nicht nur.
Im Original präsentiert Darryl Hannah beinahe im Minutentakt kleine und größere Familien oft schon seltener Meeressäuger wie Buckelwale, Orcas oder diverse Delfin-Arten. Ihr bleibt kaum mehr Zeit, als kursorisch einige Basisinformationen über Sozialverhalten, Kommunikation und Intelligenz bereitzustellen, so rasch drängt das umfangreiche Besichtigungsprogramm zum nächsten Kapitel. Dennoch vergisst sie nie, auf Vandalismus, Ausplünderung und Verschmutzung der natürlichen Habitate durch den Menschen hinzuweisen und leidenschaftlich für den Schutz der Tiere zu werben.
Gerade die auf den ersten Blick wenig spektakulären Begegnungen bergen ein subtiles emotionales Potenzial, das seine Wirkung nicht verfehlt und den Appell zum Erhalt der Fauna nicht ungehört verhallen lässt. Neben tonnenschweren Riesenwalen zählt dazu vielleicht das meditative Erlebnis mit einer Gruppe friedlich treibender Seekühe. tk.
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